Erstellt am 19. November 2014, 10:09

von Michael Pekovics

Zwei streiten, keinen freut's. Michael Pekovics über Anzeigen gegen Vereinsveranstaltungen und mögliche Konsequenzen.

Die im Norden derzeit fast gängige Praxis, Vereinsfeste wegen Verstößen gegen das Gesetz anzuzeigen, dürfte nun auch auf den Süden übergreifen. Auch wenn die Vorfälle in Rotenturm eher ein lokales Phänomen sein dürften und interne Hintergründe haben, so sind sie doch Ausdruck eines Konflikts zwischen Vereinen und der Gastronomie.

Die Wirte, die ihre Mitarbeiter anmelden müssen und ständig kontrolliert werden, stoßen sich an den Vereinsfesten, die aber andererseits oft die einzigen Höhepunkte im Dorfleben sind. Für die Vereine geht es um wichtige Einnahmequellen, andererseits werden damit oft auch kostenlose Ausflüge für Mitarbeiter organisiert.

Andererseits profitieren Wirte von Besuchen der Bürger, die ja zum Großteil Mitglieder bei Vereinen sind. Die Bürgermeister haben den Schwarzen Peter gezogen, sind doch sowohl Vereine als auch Gasthäuser vielerorts der Garant für soziale Interaktion.

Bleibt nur der Vorschlag, einen für beide Seiten vertretbaren Weg zu finden. Schließlich leidet der ländliche Raum ohnehin durch die aktuelle gesellschaftliche Entwicklung. Da braucht es nicht auch noch zwei Kotrahenten, die sich gegenseitig zerfleischen …