Erstellt am 15. Mai 2013, 00:00

Konzept für die Zukunft. Kinderbetreuung / Ist der Kindergarten in Inzenhof einmal fertig gestellt, dann wird das Gemeindeprojekt zwischen Klein- und Großmürbisch sowie Tschanigraben zum Vorzeigemodell.

Zentral gelegen. So werden Volksschule und Kindergarten bald aussehen.  |  NOEN, Michael Pekovics BVZ
Von Michael Pekovics

INZENHOF / Die zwei größten Probleme südburgenländischer Bürgermeister von Kleingemeinden? Abwanderung und Finanzen. Das Projekt des gemeindeübergreifenden Kindergarten- und Schulzentrums von Inzenhof, Tschanigraben, Klein- und Großmürbisch schlägt beide Fliegen mit einer Klappe.

Schon ab August soll der neue Kindergarten seine Bestimmung erfüllen – und das mit guter Infrastruktur. Ein Bewegungsraum ist ebenso vorhanden wie Schlafräume für die Kleinsten. Denn ab Herbst werden hier schon Kleinkinder ab eineinhalb Jahren betreut. Den Kindergarten besuchen derzeit 28, die Volksschule 18 Kinder. Insgesamt wäre für maximal 50 Platz.

Gleich nach Schulschluss wird die Sanierung der Volksschule in Angriff genommen. Der Bau aus den späten 60er-Jahren ist in die Jahre gekommen und wird mit neuen Fenstern und Sanitäranlagen sowie durch den Anschluss an die Biomasseheizung auf modernen Stand gebracht – in Niedrigenergiebauweise versteht sich. Die Kosten für den Kindergartenzubau und die Volksschule belaufen sich auf 850.000 Euro, rechnet man die Gestaltung des Vorplatzes hinzu, werden 1,2 Millionen Euro daraus. Das lohne sich aber, schließlich sei das gute Kinderbetreuungsangebot Garant für die positive Entwicklung der Gemeinde, ist Bürgermeister Jürgen Schabhüttl (SPÖ) überzeugt: „In den vergangenen fünf Jahren wuchs die Bevölkerung um zehn Prozent.“ Womit Problem eins, die Abwanderung nämlich, gelöst ist.

Und die Kosten? Weil sich die vier Gemeinden die Betriebskosten anteilig teilen, sei alles halb so schlimm. „Außerdem forciert das Land gemeindeübergreifende Projekte“, betont Landesrätin Verena Dunst.