Erstellt am 03. Oktober 2012, 00:00

Kriegspanzer am Wall. Abschluss / In Bildein ist nun der einzige noch als Kriegsmaterial definierte Panzer Österreichs außerhalb eines Museums zu sehen. Andreas Lehner: „Das war nicht einfach.“

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Von Sarah Baumgartner

BILDEIN / Vergangene Woche war es so weit. Der Grenzerfahrungsweg ist komplett. „Wenn ich mehr als 20 Stunden telefoniert habe, ist das keine Übertreibung“, so Projektleiter Andreas Lehner, der zwei Jahre lang für den Panzer „kämpfen“ musste. Der T-34 war eine der berühmtesten und „erfolgreichsten“ Waffen der Roten Armee. Nun kann man ein originales Wrack, Eigentum des Österreichischen Bundesheeres, in Bildein bestaunen. Zwischenzeitlich war die Realisierung gar nicht so sicher. „Es war ein mühsamer bürokratischer Prozess, den cirka 25 Tonnen schweren Panzer nach Bildein zu holen. Es handelt sich dabei um den einzigen Panzer Österreichs – gesetzlich als Kriegsmaterial definiert – der sich außerhalb eines militärischen Gebietes befindet“, erläutert Lehner.

Im Zuge eines Assistenzeinsatzes lieferte das Österreichische Bundesheer, gemeinsam mit Soldaten des Heereslogistikzentrums Graz, das Panzerwrack, den T-34 Kampfpanzers aus dem 2. Weltkrieg. Das historische Objekt wurde der Gemeinde vom Heeresgeschichtlichen Museum Wien als Leihgabe zur Verfügung gestellt. Um diese Aufgabe zu bewerkstelligen, setzte das Heer einen Bergepanzer „Greif“ und einen LKW mit Kran ein. Zentimeter für Zentimeter wurde der T-34 so zu seinem Platz gehoben. Das Panzerwrack soll auch als Sinnbild für die Sinnlosigkeit des Krieges gelten und wird in Zukunft auch für das Motto stehen: „Der Krieg gehört ins Museum!“

Der sowjetische T34 aus dem 2. Weltkrieg ist nun Teil des Grenzerfahrungsweges und soll dort illustrieren, wie der 1944/45 unter großem menschlichen Leid errichtete Süd-Ost-Wall hätte funktionieren sollen. Lehner