Erstellt am 01. Dezember 2010, 00:00

Kritik an Erlebniswelt. VORWÜRFE /  Wiener mit Zweitwohnsitz in Gaas erhebt Vorwürfe gegen Wassererlebniswelt. Die Verantwortlichen sind empört.

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VON SARAH WAGNER
MOSCHENDORF, EBERAU / In einem Brief wandte sich Rudolf Hye aus Wien, mit Zweitwohnsitz in Gaas, an die BVZ und erhebt unter anderem schwere Vorwürfe gegen die Verantwortlichen der Natur-, Kinder-, und Wassererlebniswelt: „Man braucht kein Hellseher zu sein, um das Projekt schon jetzt als finanzielles Desaster für die Gemeinden Eberau und Moschendorf zu qualifizieren. Die Investitionskosten von mehr als zwei Millionen haben auch dazu geführt, dass nicht einmal mehr Gelder für Marketing-Maßnahmen zur Bewerbung des Projekts in ausreichendem Ausmaß zur Verfügung stehen.“ Bürgermeister Peter Schlaffer, Obmann des Naturparks in der Weinidylle, kann seinen Unmut darüber kaum in Worte fassen: „Diese Vorwürfe sind aufs Schärfste zurückzuweisen, das entspricht nicht der Wahrheit. Der Brief ist beschämend.“

„Das ist alles eine  Schmierenkomödie“

Auch Eberaus Bürgermeister Walter Strobl ist sehr empört: „Mir ist nicht klar, welche Motivation der Verfasser hat. Er hat einen Zweitwohnsitz hier in Gaas und bringt der Gemeinde keine Ertragsanteile und versucht das Projekt schon vor der Eröffnung abzuwürgen.“ Außerdem spricht Strobl an, dass Hye, Geschäftsführer der Donau-Tankschiffahrtsgesellschaft, „das Unternehmen mit rund 2,6 Millionen Euro in Schieflage gebracht haben soll. Ich habe nichts verspekuliert, sondern investiert“, so Strobl. Hye führt weiter aus: „Die Verantwortlichen sind bis zum heutigen Tage nicht imstande, einen Eröffnungstermin zu benennen. Die Frage nach einer Umwegrentabilitätsrechnung erübrigt sich von selbst, die Verantwortlichen hoffen auf schöne Sommer …“

Schlaffer versteht die Vorwürfe nicht: „Wir versuchen hier ein Vorzeigeprojekt auf die Beine zu stellen, hinter dem die Bevölkerung und auch der gesamte Gemeinderat steht und andere versuchen, es zu zerstören. Die Eröffnung wurde noch nicht festgelegt, weil wir das von der Witterung abhängig machen. Die Wiese sollte schon grün sein.“