Erstellt am 05. Dezember 2013, 08:00

von Michael Pekovics

Kritik an Stiftung. Güssing / Bundesrechnungshof prüfte Batthyány-Stiftung. Von 2007 bis 2012 gab es Verluste. Administrator Grandits beruhigt.

Schatten über der Burg(stiftung). Der Landesrechnungshof übt Kritik an der Batthyány-Stiftung. Foto: zVg/Brigitte Gerger  |  NOEN, zVg/Brigitte Gerger
Von Michael Pekovics

Der Bundesrechnungshof hat die Batthyány-Stiftung zur Erhaltung der Burg genau unter die Lupe genommen. Das Ergebnis fällt nicht unbedingt gut aus. Im Bericht ist von „negativen Jahresabschlüssen“, „nicht stattgefundenen Sitzungen“ und „fehlenden Vereinbarungen“ zu lesen.

2007 bis 2012 durchgehende Verluste

Der einzige Zweck der Stiftung ist die Erhaltung der Burg Güssing, deshalb ist sie auch nicht auf Gewinn ausgerichtet.

Verluste sollte sie keine machen, laut Rechnungshof sei aber genau das in den Jahren 2007 bis 2012 passiert: „Die Jahresabschlüsse waren durchwegs negativ, die laufenden Erträge reichen nicht aus, um die laufenden Aufwendungen zu decken“, heißt es im Bericht. Kritisiert wird auch, dass es „kein umfassendes Konzept für die mittel- und langfristige Entwicklung der Burg“ gibt.

Grandits: „Weniger Kritik als Anregungen“

Stiftungsadministrator Johann Grandits, der ebenfalls sein Fett abbekommt, weil er den Pachtvertrag des Burgrestaurants quasi mit sich selbst abgeschlossen hatte, sieht die Sache gelassen: „Für mich klingt das weniger nach Kritik als nach Anregungen. Seit ich 2010 Stiftungsadministrator wurde, haben sich schon viele Dinge geändert.“

Dass die finanzielle Lage der Stiftung „prekär“ sei, ist laut Grandits kein Geheimnis: „Wir haben derzeit weniger Einnahmen, weil der Stiftungswald (Anmerkung: 130 Hektar) quasi leer geräumt ist.“ Der Empfehlung des Rechnungshofes, man solle den Wald verkaufen, kann Grandits nichts abgewinnen: „Das wäre nur ein einmaliger Erlös, und dann? Ich bin überzeugt, dass der Wald mittelfristig wieder Erträge abwerfen wird.“ Andere vom Rechnungshof gewünschte Änderungen sind laut Grandits „auf Schiene“: Was konkret geplant ist, ist aber nicht bekannt.