Erstellt am 21. Dezember 2011, 00:00

Land kündigt 2012 Vertrag mit dem KUZ  . GEMEINDERAT / Das KUZ steht am Scheideweg, die Gemeinde muss einspringen. Programm 2012 läuft aber „ganz normal“.

VON CARINA GANSTER

JENNERSDORF / Im Sommer wurde bekannt, dass das Kulturzentrum in Jennersdorf vor einer möglichen Übernahme steht. Nun werden die Pläne konkreter. Das Kulturzentrum Jennersdorf gehört als einziges der sechs burgenländischen Kulturzentren nicht dem Land, sondern einem Privaten (Ernst Kampel-Kettner). „Das Land Burgenland hat nun seinen Vertrag mit dem KUZ-Eigentümer Ernst Kampl-Kettner gekündigt“, heißt es vom Büro des zuständigen Landesrates Helmut Bieler.

In der kommenden Gemeinderatssitzung der Stadtgemeinde Jennersdorf wird die Kündigung ebenfalls behandelt, da die Gemeinde Interesse an der Führung des Kulturzentrums hat beziehungsweise dem Betreiber mit einer Finanzspritze für das kommende Jahr 2012 aushelfen muss. „Die Zukunft des Kulturzentrums steht weiterhin in den Sternen. Wir müssen für den Ernstfall gerüstet sein und deshalb werden wir die Kosten ins Budget einfließen lassen. Das Kulturzentrum soll zur Gemeinde ausgegliedert werden“, erklärt VP-Bürgermeister Willi Thomas.

Gemeinde hat weiterhin  Interesse an Übernahme

Konkret handelt es sich um die Übernahme der Betriebskostenabrechnung (rund 20.000 Euro pro Jahr), die bisher vom Land bezahlt wurde. Derzeit laufen die Gespräche im Bezug auf die Übernahme auf Hochtouren.

„Wir wollen bald eine Entscheidung“, so Thomas, der in seiner Rolle als Bürgermeister eine „Vermittlerfunktion“ eingenommen hat. Auf die Durchführungen der Veranstaltungen im Kulturzentrum im kommenden Jahr 2012 haben die Verhandlungen keinen Einfluss. „Wir werden im kommenden Jahr weiterhin Kabaretts und Veranstaltungen durchführen“, erklärt Josef Wiedenhofer, Geschäftsführer aller Kulturzentren.

Bei der Errichtung des Kulturzentrums im Jahr 1977 wurde ein Vertrag aufgesetzt. Ernst Kampel-Kettner hat den Grund zur Verfügung gestellt und gemeinsam mit dem Land und der Gemeinde die Baukosten übernommen. Dem Land wurde damals vertraglich zugesichert, Veranstaltungen im Kulturzentrum durchführen zu können. An bis zu hundert Tagen ist das möglich. Der gastronomische Teil liegt voll und ganz in den Händen des Seminarhotels Raffel.

„Eine Entscheidung soll in den kommenden Wochen fallen“, meint Bürgermeister Thomas.