Erstellt am 30. November 2011, 00:00

Laut Vadasz kommt Arnie fix nach Güssing. HOHER BESUCH / Arnold Schwarzenegger hat Bürgermeister Peter Vadasz persönlich versprochen, dass er nach Güssing kommt.

Peter Vadasz hat sich mit dem gebürtigen Steirer Arnold Schwarzenegger über den Besuch in Güssing unterhalten.ZVG  |  NOEN
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VON SARAH WAGNER

GÜSSING / Vor einigen Tagen hatte Güssings Stadtchef Peter Vadasz eine Begegnung der besonderen Art. In Oslo traf er Arnold Schwarzenegger höchstpersönlich. Schwarzenegger eröffnete in Norwegens Hauptstadt eine Klimakonferenz.

Bereits im Laufe des Sommers versuchte Vadasz den „Prediger für Erneuerbare Energien“ und Ex-Gouverneur von Kalifornien nach Güssing zu holen, das gelang damals aber nicht. So wurde der Stadtchef vom Management Schwarzeneggers nun nach Oslo eingeladen, um dort ein Gespräch mit „Arnie“ über einen möglichen Besuch zu führen. „Sein Management hat mir mitgeteilt, dass ich sein Ehrengast sein kann“, erzählt Vadas. Und miteinander gesprochen habe man dann auch. Nach der Eröffnung vor vielen Gästen und Journalisten saßen Arnold Schwarzenegger, Peter Vadasz, ein Begleiter Schwarzeneggers und ein Vertreter der UNO an einem Tisch und unterhielten sich. „Wir hatten eine halbe Stunde Zeit, den Besuch in Güssing vorzubereiten. Er ist ein sehr frischer und natürlicher Typ, hat sich eine erfrischende Natürlichkeit erhalten und noch immer etwas von einem Steirer“, beschreibt Vadasz den Ex-Gouverneur.

„Wie sich Burgenländer und  Steirer so unterhalten“

Die Gespräche wurden auf Englisch geführt, was für Vadasz kein Problem darstellt, studierte er doch zwei Jahre lang im US-Bundesstaat Alabama. „Wir haben zwischendurch auch Deutsch gesprochen – ganz so, wie sich ein Burgenländer und ein Steirer halt unterhalten“, schmunzelt Vadasz.

Im Jänner, am Wochenende des Hahnenkammrennens (20. bis 22. Jänner) soll Arnie nach Güssing kommen. „Ich wollte nicht, dass er zwischen Tür und Angel kommt, sondern sich Zeit nimmt, um alles zu besichtigen“, so Vadasz bestimmt, und führt aus: „Er hat mir versprochen, dass er sich für Güssing einige Stunden Zeit nimmt. Geplant ist eine Besichtigung der Anlagen. Hermann Hofbauer, unser wissenschaftlicher Guru, und auch Umweltminister Niki Berlakovich werden dabei sein.“

Schwarzenegger kennt Güssing seit eines Besuchs von Berlakovich in den USA. „Er findet es großartig, wenn Leute seine Visionen mittragen, und sieht es als seine Aufgabe, Erneuerbare Energien schmackhaft zu machen. Er bringt das auch glaubwürdig rüber, ohne Drohgebärden“, beschreibt Vadasz Schwarzenegger als „Wanderprediger“. Weil beide nicht nur fast gleich alt sind, sondern auch noch dieselbe Wellenlänge haben, ist sich Vadasz sicher: „Er hat mich begrüßt, als wären wir seit jeher Freunde. Es war wirklich eine schöne Begegnung.“

Bei der Begegnung hatte Schwarzenegger eine Narbe mit sieben Nähten auf der Stirn. Diese stammt von einem Sturz bei Dreharbeiten des Films „The last stand“, den er zwischendurch in New Mexiko dreht. Laut Vadasz wollte sich Arnie die Verletzung nicht überdecken lassen.