Erstellt am 20. März 2013, 00:00

Lernen einmal anders. Aus auch ohne Konsequenzen / Noch bevor HAK-Lehrer auf eine Spaß-Facebook-Seite aufmerksam wurde, löschte der Besitzer die Seite.

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Von Carina Ganster

STEGERSBACH / An der HTBL-Pinkafeld herrschte in der Vorwoche Aufregung, als Direktion und Lehrkörper auf eine Spaß-Facebook-Seite „HTL Pinkafeld Memes“ aufmerksam wurden, in der sich eine Bildnachricht an die nächste reihte. Zu lesen gab es Sprüche, wie „I bin a wüda Hund“ oder „Wüst da nochn Klo die Händ woschn, is ka Papier do“. Bilder und Texte, die sich auf Geschehnisse, Abläufe, Lehrer und Unterrichtseinheiten der HTL beziehen – allerdings recht „eindeutig-zweideutigen“ Inhaltes (die BVZ berichtete). Direktorin Ilse Fiala-Thier ließ die Seite löschen. Doch die Schüler der HTL waren nicht die einzigen, die so einen Facebook-Account erstellt hatten. Auch über die HAK Stegersbach ging eine von Schülern erstellte Seite mit dem Namen „HAK Stegersbach Memes“ online. Diese verschwand rund eine Woche nach Erscheinen, aber nicht weil Direktor Chris Wagner darum gebeten hat. Er erfuhr erst von der BVZ darüber.

Wagner: „Hätte keine 

Im Gespräch teilte er mit, dass er den Artikel in der BVZ über die Memes Seite der HTL Pinkafeld gelesen hatte und sich noch dachte, seine Schüler würden so etwas nicht tun. Wie man nun sieht, wurde er eines Besseren belehrt. „Nun gut, ich beziehe den gelöschten Account darauf, dass die Schüler nach Bekanntwerden der Aufregung in der HTL selbst so klug waren und gelöscht haben – ein positiver Lerneffekt“, meint Wagner, der seinen Schülern allerdings keine Konsequenzen angedroht hätte.

Der Grund: „Wir haben an der Schule Facebook gesperrt. Der oder die Schüler haben diese Seite dann in ihrer Freizeit erstellt. Außerschulische Konsequenzen werden ich den Schülern sicherlich nicht androhen. Zudem gehe ich davon aus – auch wir klären unsere Schüler über die Gefahrenquelle Internet auf –, dass sie wissen, dass geschriebene Inhalte im Netz erhalten bleiben.“