Erstellt am 10. November 2010, 00:00

Lichtblick für Aktivpark. AUSBAU / Betreiber haben sich mit der Erweiterung flussaufwärts abgefunden. Verlegung des Hochwasserschutzes ist notwendig.

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VON SARAH WAGNER

GÜSSING / In der Causa Aktivpark gibt es eine positive Entwicklung, so scheint es zumindest. Gemeinde und Betreiber wollen nun an einem Strang ziehen. Von einer Einigung will aber niemand sprechen: „Mit Einigung hat das nichts zu tun“, stellt Stadtchef Peter Vadasz klar. Einer der Aktivpark-Verantwortlichen, Sascha Fuchs-Robertin, dazu: „Wir reden miteinander, da beide den Ausbau wollen.“

Eine einheitliche Meinung scheint es zu geben, was die Richtung des Ausbaus betrifft. Fuchs-Robertin betont: „Da es mit dem Ausbau im Osten nicht geklappt hat, müssen wir die zweite Variante flussaufwärts wählen. Derzeit beschäftigen wir uns mit der Projektplanung und Kostenschätzung, da es einige Änderungen gab. Letzten Endes entscheidet die Wirtschaftlichkeit. Der gute Wille von unserer Seite ist vorhanden, wir haben ja schon viel investiert.“ Flussabwärts, am Parkplatz und schuleigenem Grund, war ein Ausbau nicht möglich, da sich die Gemeindeverantwortlichen dagegen ausgesprochen hatten (die BVZ berichtete).

Stadt will Umwidmungen  schnell durchführen

Für die Erweiterung hinter dem bestehenden Gebäude sind Umwidmungen notwendig: „Ich möchte die Umwidmungen bis spätestens Dezember unter Dach und Fach haben“, betont Vadasz. Eine Verlegung des Hochwasserschutzgebiets ist nun erforderlich, so wurde seitens der Stadtgemeinde eine Studie beauftragt, um abzuklären, welche Auflagen dafür notwendig sind. Auch für die infrastrukturellen Maßnahmen ist die Gemeinde bereit aufzukommen: „Rund 400.000 Euro müssen wir für die Infrastruktur aufbringen und dazu sind wir prinzipiell auch bereit“, führt der Stadtchef aus.

Auch die Förderung ist für die Umsetzung wichtig. Laut Betreiber gibt es bereits eine Zusage: „Seitens der WiBAG wurde uns eine Verlängerung der Förderung zugesagt. Ob der Fördersatz 20 oder 30 Prozent beträgt, weiß aber aktuell noch niemand.“

Eine finanzielle Unterstützung seitens der Gemeinde schließt Fuchs-Robertin aber nicht aus: „Ob die Gemeinde etwas bezahlt oder ob wir es allein schaffen, daran arbeiten wir. Wir nehmen auf alle Fälle zur Kenntnis, dass die Gemeinde keinen Esel im Keller hat, der Geld auswirft.“ Im ersten Schritt soll der Hoteltrakt erweitert werden.