Erstellt am 01. Juni 2011, 00:00

Limbach: Trennung so gut wie fix. GEMEINDETRENNUNG / Am 1. Juni soll endlich die Entscheidung für die Trennung fallen. Der Trennungstermin wurde von der Gemeinde mit 1. Jänner 2012 bereits festgelegt.

VON SARAH WAGNER
KUKMIRN / Heute Mittwoch, dem 1. Juni, sollte es so weit sein. Die Trennung des Ortsteiles Limbach von der Marktgemeinde Kukmirn dürfte vom Gemeinderat beschlossen werden. Bürgermeister Franz Hoanzl wie auch die Verantwortlichen des Zukunftkomitees Limbach sind sich in dieser Sache einig: „Wir erwarten uns eine mehrheitliche beziehungsweise einstimmige Abstimmung für die Trennung.“

Der Gemeinderatssitzung ging eine Abstimmung im Trennungsausschuss, der aus den Vorstandsmitgliedern und den Ortsvorstehern besteht, voraus. „In vielen Sitzungen wurde das Vermögen aufgeteilt, ein Konzept zu Papier gebracht und einstimmig darüber abgestimmt, sodass jede mögliche Hürde durchdacht wurde“, erläutert Bürgermeister Hoanzl.

Klaus Weber, Sprecher des Zukunftkomitees Limbach, ist über die Entwicklung erfreut: „Die Limbacher sind froh, dass das Thema endlich erledigt ist. Es ist an der Zeit wieder ein normales Leben zu führen.“ Wenn, wie vermutet, der Beschluss für die Trennung gefasst wird, wird die Trennung danach von der Gemeindeabteilung im Land geprüft. Leo Radakovits, Experte seitens des Gemeindebundes, war bei der Konzepterstellung als Vermittler tätig und erklärt das weitere Verfahren: „Wenn die Gemeindeabteilung alles geprüft hat, nehme ich an, dass seitens des Landesrechnungshofes eruiert wird, ob die Gemeinden getrennt lebensfähig sind.“

Erst dann kann es laut Radakovits zu einem Beschluss der Landesregierung kommen und erst dann ist die Gemeindetrennung von Limbach rechtsgültig vollzogen. Als Trennungsdatum wurde seitens der Gemeinde der 1. Jänner 2012 festgelegt. „Ich denke an eine Entscheidung im Spätherbst“, so Hoanzl.

Dann wird es im ersten Quartal zu einer Neuwahl des Gemeinderates und des Bürgermeisters in den Gemeinde Limbach und Kukmirn kommen. Von Jänner bis zur Wahl wäre ein staatliches Organ, voraussichtlich der Bezirkshauptmann, für die Gemeinden verantwortlich. Bürgermeister und Gemeinderäte gibt es in dieser Zeit keine. Die Gemeinderatswahl 2012 wird dann in diesen beiden Gemeinden nicht durchgeführt werden.