Erstellt am 01. Februar 2012, 00:00

Limbacher geben nicht auf. GEMEINDETRENNUNG / Das Gutachten der Gemeindeabteilung über die Trennung Limbachs von Kukmirn ist fehlerhaft. Heftige Kritik kommt auf. Nun wird es überarbeitet.

VON SARAH BAUMGARTNER

LIMBACH / Die Causa „Gemeindetrennung Kukmirn-Limbach“ geht in eine weitere Runde. Laut den Befürwortern Gemeinderat Rainer Freissmuth und Ortsvorsteher Willibald Fandl – beide ÖVP – hat Landeshauptmann-Stellvertreter Franz Steindl (ÖVP) ein Gutachten präsentiert, „das unserer Meinung nach alles andere als objektiv einzustufen ist. Es werden falsche Zahlen genannt und Tatsachen unrichtig dargestellt“.

Falsche Zahlen befinden  sich im Gutachten

Beide sind empört und geben sich kampfbereit: „Es kann doch nicht sein, dass Fakten einfach ignoriert werden und die ‚Großen und Mächtigen’ auf die ‚Kleinen und Wehrlosen‘ hintreten!“

Konkret sprechen Fandl und Freissmuth von falschen Zahlenangaben beispielsweise im Zusammenhang mit den beiden Volksbefragungen. Bei diesen Abstimmungen entschied sich jeweils eine knappe Dreiviertelmehrheit für eine Trennung, im Gutachten wurde jedoch die Wahlbeteiligung mit dem Endergebnis verwechselt. So heißt es im Gutachten: „Im Ergebnis kann aus diesen Zahlen abgeleitet werden, dass zwar ein überwiegender Teil der (stimmberechtigten) Bevölkerung Limbachs eine Gemeindetrennung begrüßen würde, zugleich ist diesen Zahlen aber auch zu entnehmen, dass in Folge des seit einigen Jahren anhaltenden Diskussionsprozesses die Anzahl jener, die sich für die Gründung einer neuen politischen Gemeinde Limbach aussprechen in der Marktgemeinde Kukmirn, aber auch im Ortsteil selbst, geringer geworden ist.“

„Diese Schlussfolgerung ist aufgrund der falschen Zahlen unzulässig und unrichtig“, so Fandl und Freissmuth unisono. Sie fordern ein neues Gutachten.

Franz Steindl beruhigt und kündigt eine Überarbeitung des Gutachtens an: „Nach Fertigstellung des Gutachtens habe ich Willibald Fandl und Bürgermister Franz Hoanzl eingeladen und ihnen das Gutachten präsentiert. Gleichzeitig habe ich beide eingeladen, sich das Gutachten durchzulesen und etwaige Fehler zu melden. Jetzt haben sie uns ihre Stellungsnahme geschickt und das wird von der Gemeindeabteilung auf Punkt und Beistrich geprüft und verbessert.“ Und Steindl gibt sich einsichtig: „Wenn Zahlen falsch sind, dann werden sie korrigiert.“

Es wird aber noch ein zweites Gutachten erstellt, und zwar vom Landesrechnungshof – unabhängig von jenem der Gemeindeabteilung. „Und erst wenn sich beide decken ist das Ergebnis gültig“, betont Steindl.