Güssing

Erstellt am 07. September 2016, 05:46

von Michael Pekovics

Aus für Einbahn: Wirt stellt die Existenzfrage. Heute, Mittwoch, treffen sich Experten, um das Ende der Einbahn zu besprechen. Wirt sieht dadurch sein Lokal gefährdet

Zwei Monate nach der Volksbefragung kommen nun in Güssing die Experten zum Thema "Einbahn" zusammen.  |  NOEN, Symbolbild

Zwei Monate nach der Volksbefragung über die Einbahnregelung auf der Hauptstraße kommt es heute, Mittwoch, zu einem Lokalaugenschein, um die weitere Vorgangsweise festzulegen. Experten des Landes, der Bezirkshauptmannschaft sowie die Polizei und Vertreter der Gemeinde werden sich vor Ort ein Bild verschaffen, wie der Beschluss des Gemeinderates in die Tat umgesetzt werden kann.

„Das Planungsbüro Peischl hat einen neuen StVO-Plan erstellt, der Grundlage für die Wiedereinführung der Gegenverkehrsregelung ist“, sagt SPÖ-Bürgermeister Vinzenz Knor. „Dieser Plan steht jetzt zur Diskussion, wenn alles passt, wird die Gemeinde den Bescheid der BH dann per Verordnung umsetzen und die Beschilderung anpassen.“ Wann genau die Einbahnregelung aufgehoben und ob es ein durchgehendes Halte- und Parkverbot geben wird, hänge von der Behörde ab.

„Kanzlei“-Wirt Kroboth appelliert an die BH

Für „Kanzlei“-Wirt Philipp Kroboth wäre ein Halte- und Parkverbot vor seinem Lokal eine Katastrophe. In einem Brief an die Verantwortlichen bittet er zu bedenken, dass sein Lokal dann nicht mehr von seinen Lieferanten beliefert werden könnte, außerdem klagt er über den zu erwartenden Geschäftsrückgang: „Ich habe mich lange aus der Diskussion herausgehalten, aber das könnte in weiterer Folge sogar die Schließung meines Betriebes nach sich ziehen.“ Nachsatz im Gespräch mit der BVZ: „Güssing ist eine schöne Stadt, ich bin gerne da. Aber wenn’s nicht mehr geht, dann geht’s nicht.“

Auch die Lösung für die Kreuzung beim „Molkereiberg“ ist noch offen. Derzeit arbeitet das Planungsbüro Peischl an einem Plan, wie die Kreuzung angesichts des Gegenverkehrs neu gestaltet werden kann.