Erstellt am 23. April 2014, 10:32

von Carina Ganster

Mega-Projekt startet mit Erdgasausbau. Strem / Insgesamt werden sechs Millionen Euro in die Energieversorgung von 70 Haushalten mit Erdgas investiert.

Während die Umwidmungen für das Mega-Energie-Projekt im Strem noch im Gange sind, muss jetzt ein neuer Name dafür gesucht werden. Ursprünglich sollte das neue Energie-Zentrum „Center for future technology“ heißen, was jetzt aber nicht möglich ist.

Den Grund dafür weiß Reinhard Koch: „Wir wollen uns internationaler aufstellen und dazu brauchen wir einen Namen, der in den Sprachen Deutsch, Französisch und Englisch einprägsam ist“, erklärt Koch.

Energieversorgung für 70 Haushalte

Fix ist, dass das „Mega-Projekt“ noch im heurigen Frühjahr startet. Die erste Stufe des Projekts ist der Ausbau der Erdgasversorgung von Strem bis Heiligenkreuz. Insgesamt werden 240 Kilometer Erdgasleitungen im gesamten Ökoenergieland verlegt. Im ersten Bauabschnitt wird von Strem bis Heiligenkreuz eine 20 Kilometer lange Leitung verlegt, um die Energieversorgung von 70 Haushalten mit Erdgas zu gewährleisten.

Ziel ist es, die Verwendung Öl- und Elektroheizungen einzudämmen. Die 70 Haushalte haben derzeit entweder eine Öl- oder eine Elektroheizung. „Wir werden die Erdgasleitungen entlang der Wasserleitungen verlegen. Einschränkungen für den Verkehr wird es so gut wie keine geben“, sagt Reinhard Koch. Die Kosten für die erste Ausbaustufe belaufen sich auf sechs Millionen Euro.

Biogastankstellen in allen Gemeinden

Ebenfalls in Planung ist, Biogastankstellen in den Ökoenergieland-Gemeinden zu errichten beziehungsweise bestehende Tankstellen mit Biogas zu versorgen. „Personen, die dafür geeignete Fahrzeuge haben, sollen dort Erdgas tanken“, sagt Koch. Der Baustart für das neue Energiezentrum in Strem soll ebenfalls noch heuer stattfinden. „Das hängt davon ab, ob das Projekt im Raumplanungsbeirat im Juni oder September behandelt wird“, sagt Reinhard Koch.

Das Projekt wird eine der größten Investitionen, die es im Südburgenland je gegeben hat. Geplant ist, einen Campus neben der Biogasanlage zu errichten. Eine Fläche von fünf Hektar steht zur Verfügung. Demonstrationsanlagen, die der Forschung zur Verfügung stehen, sollen errichtet werden. Damit einher geht der Bau eines Universitätsstandorts.