Erstellt am 07. März 2012, 00:00

Mehr Abwässer nach Ungarn. SCHMUTZWASSERENTSORGUNG / Gemeinde lässt Abwässer in Ungarn klären. Jetzt wird die ausgelastete Kläranlage um 1,3 Millionen Euro erweitert. Abgaben bleiben gleich.

Die Kläranlage wurde 1997 in Szentpeterfa errichtet. Das Bild zeigt eine Baustellenbesichtigung im Jahre 2002.ARCHIV  |  NOEN
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VON SARAH BAUMGARTNER

EBERAU, SZENTPETERFA / Die Gemeinde Eberau mit den Ortsteilen Kulm, Gaas und Winten und auch Szentpeterfa entsorgen ihre Schmutzwässer der Ortsteile seit 1997 in der Kläranlage in Szentpeterfa in Ungarn. Grund- und Anlagenbesitzer ist die Gemeinde Szentpeterfa. Die Gemeinde Eberau zahlt die Leistung pro Kubikmeter.

Nun ist die bestehende Anlage aber zu klein geworden. Eine Erweiterung ist geplant, da auch der Ortsteil Kroatisch Ehrensdorf – die Schutzwässer wurden bislang über Steinfurt entsorgt – die Wassererlebniswelt, die Keller in den Weinbergen und auch der Edlitzer Radlingberg (Gemeinde Deutsch Schützen-Eisenberg) ihre Schmutzwässer in Szentpeterfa entsorgen werden.

Die Kosten für die Erweiterung betragen rund 1,3 Millionen Euro, wobei 78 Prozent über die EU gefördert werden, weil es sich um ein grenzüberschreitendes Projekt handelt. Für die Gemeinde Eberau entstehen Kosten in der Höhe von rund 180.000 Euro. „Die Kosten können wir über Rücklagen finanzieren. Ein Darlehen ist dafür nicht notwendig“, erklärt Bürgermeister Walter Strobl. Schon 1997 entschied man sich für die ungarische Lösung, weil sie laut Strobl kostengünstiger ist.

Die Arbeiten sollen in den nächsten Wochen vergeben werden und der Baustart im Juni erfolgen. Die Aufnahme des Probebetriebs der erweiterten Kläranlage ist auch noch im heurigen Jahr geplant.

Die Abgaben der Bürger für die Schmutzwasserentsorgung wurde in den vergangenen 15 Jahren in der Gemeinde Eberau nicht erhöht. Auch nach der Erweiterung werden sie nicht steigen.