Erstellt am 08. Dezember 2010, 00:00

Mehr Kraft für Süden. NORD-SÜD-GEFÄLLE /  Radakovits warnt vor Abwanderung und der Überalterung im Süden und fordert gezielte Maßnahmen.

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GÜSSING; REGION /  Landtagsabgeordneter Leo Radakovits zeigte bei einer Pressekonferenz in Güssing mit interessanten Prognosen auf: Der Bezirk Güssing ist mit dem stärksten Bevölkerungsrückgang des Landes konfrontiert. Die Bevölkerungszahl im Süden wird bis zum Jahr 2030 um weitere zwei Prozent zurückgehen und im Landesnorden hingegen um bis zu 27 Prozent steigen. Bis zum Jahr 2030 werden mehr als 30 Prozent der Einwohner des Südburgenlandes über 65 Jahre alt sein.

Die Bezirke Güssing, Jennersdorf und Oberwart weisen mit Abstand die geringste Kaufkraft des Landes auf. „Rasches Gegensteuern ist wichtig“, sagt Radakovits und fordert ein „Südburgenland-Programm“, das beinhaltet: Neudefinition der Regionalpolitik, Abbau der Ungleichheiten als Hauptziel im Landesentwicklungsplan, Einrichtung einer eigene Strategie- und Förderstelle im und für das Südburgenland, differenzierte Förderungspolitik, Neuausrichtung der WIBAG-Betriebsansiedelungspolitik, höhere Wohnbaufördermittel, Ausbau von Programmen, die den Zuzug von Bevölkerung in strukturschwache Regionen zum Ziel haben, bessere Verkehrsanbindung, Erhöhung des regionalen Bildungsangebots und die Stärkung der Freiwilligenarbeit und den Ausbau mobiler Dienste.

Leo Radakovits befürchtet dass der Süden das Altenheim des Landes 2030 sein wird.