Erstellt am 12. Januar 2011, 00:00

Mehr Mobilität gewünscht. MOBILITÄT / Der Discobus soll schon bald auch im Bezirk Jennersdorf fahren. Im Bezirk Güssing ist die Auslastung gestiegen.

Der Discobus soll schon bald auch im Bezirk Jennersdorf fahren. Im Bezirk Güssing ist die Auslastung gestiegen. Eine Alternative zum Discobus ist das Jugendtaxi, das es auch im Bezirk Jennersdorf gibt. Die Frequenz ist hoch. Eine Erweiterung ist ebenfalls geplant.  |  NOEN
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VON SARAH WAGNER

UND CARINA GANSTER

REGION / Sechs Bezirke haben den Discobus seit einigen Jahren, einer von ihnen fehlt noch, der Bezirk Jennersdorf. Dieser könnte aber schon bald ins Streckennetz aufgenommen werden. Zumindest, wenn es nach Landtagsabgeordneten Mario Trinkl (SPÖ) geht. Er hat im letzten Jahr ein Streckennetz erarbeitet und schon dem Verein Discobus und dem Land übergeben. Geht es nach seinem Plan, sind zwei Busse für den südlichsten Bezirk des Landes angedacht. Die erste Route soll von Neuhaus am Klausenbach bis nach Jennersdorf und weiter nach Feldbach (Steiermark) fahren. Die zweite Route soll in Jennersdorf starten und über Weichselbaum, Mogersdorf, Deutsch Kaltenbrunn, Fürstenfeld und Ilz fahren. Der Discobus würde den Gemeinden im Bezirk Jennersdorf 55.000 Euro kosten. „Rund 70 Prozent davon sollen vom Bund gefördert werden“, erklärt Trinkl. Er möchte sich nun in den kommenden Wochen mit den Bürgermeistern des Bezirks einig werden und eine Lösung anstreben. Laut SPÖ-Klubchef Christian Illedits könnte der Probebetrieb – „vorausgesetzt, mehr als die Hälfte der Bürgermeister sind sich einig“ – schon im März beginnen.

Im Bezirk Güssing läuft der Discobus schon seit einigen Jahren. Die Frequenz ist hoch. „Vor allem in den letzten Monaten hat sich die Zahl der Fahrgäste erhöht. Seit der Aufnahme der Steiermark in die Routenplanung nehmen viele Jugendliche das Angebot an“, meint Südburg Geschäftsführer Heinz-Peter Krammer. Was den Ausbau in den Süden betrifft, ist Krammer positiv gestimmt. „Vor allem deswegen, weil wir dort Linien fahren und Busse da sind, die uns zur Verfügung stehen würden.“

Die Alternative zum Discobus, das Jugendtaxi wird ebenfalls sehr gut angenommen. In den kommenden Monaten sollen weiter fünf Gemeinden aus dem Süden einsteigen. „Die Gemeinderatsbeschlüsse fehlen noch“, sagt Obmann Patrick Poten. Anders als beim Discobus, sind die Jugendlichen beim Jugendtaxi nicht auf die Route angewiesen, sondern können den Weg selbst bestimmen. „Am wichtigsten ist, das die Jugendlichen sicher ans Ziel kommen, deswegen ist der Discobus keine Konkurrenz“, meint Poten.