Heiligenbrunn , Luising

Erstellt am 28. September 2016, 05:50

von Michael Pekovics

Jägerschaft wehrt sich und steht hinter „Graf Ali“. Nach neuerlichen Anzeigen von Tierschützern gegen Mensdorff-Pouilly stellen sich nun die Jäger hinter „Graf Ali“.

zvg/VGT

Bereits seit einigen Monaten wird Alfons Mensdorff-Pouilly von Klagen der Tierschützer des VGT (Verein gegen Tierfabriken) rund um Martin Balluch eingedeckt. Bei der jüngsten Anzeige geht es um Federwild (Fasane, Rebhühner und Enten), das sich derzeit noch in Volieren befindet, obwohl es eigentlich bereits zwei Wochen vor Beginn der Schusszeit hätte ausgesetzt werden müssen.

Kanzer: Vorwürfe sind „substanzlos“

zvg/VGT

„Jetzt, am Anfang der neuen Jagdsaison, sind sie wieder voll, Tiere zum Abschuss müssten aber bereits ausgesetzt worden sein. Jeder Anrainer weiß genau, was bei Mensdorff-Pouilly gespielt wird, auch die Jägerschaft und die BH. Wie ist es in einem Rechtsstaat möglich, dass so ein Mensch allen die lange Nase zeigt?“, fragt Balluch.

Das will die Güssinger Jägerschaft nun nicht auf sich sitzen lassen und geht selbst in die Offensive. Für Bezirksjägermeister Kurt Kanzer sind die Vorwürfe „substanzlos“ und „ein weiterer Versuch, mit Gerüchten öffentlich zu argumentieren“: „Der Jägerschaft pauschales Mitwissen bei nicht vorhandenen Gesetzesbrüchen zu unterstellen, soll der Jagd als Ganzes schaden. Wir bringen jeden Verstoß gegen das Jagdgesetz ausnahmslos zur Anzeige, aber es gibt hier nichts anzuzeigen. Wir würden uns wünschen, wenn hier nicht seitens von selbst ernannten Tierschützern auf dem Rücken der Güssinger Jägerschaft Propaganda betrieben wird.“