Erstellt am 19. Januar 2011, 00:00

Mit 51 Jahren zum Lehrabschluss. ERFOLG / Karl Heinz Raber aus Rohrbrunn war krankheitsbedingt schon in Pension. Vor drei Jahren entschloss er sich dann zu einer Schuhmacher-Lehre, die er nun abschloss.

Karl Heinz Raber aus Rohrbrunn war krankheitsbedingt schon in Pension. Vor drei Jahren entschloss er sich dann zu einer Schuhmacher-Lehre, die er nun abschloss. Dem Alter zum Trotz und mit viel Energie und Liebe zum Handwerk erreichte er in seiner Lehrzeit Großartiges. TRUMMER  |  NOEN
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VON CARINA GANSTER

BEZIRK JENNERSDORF / Eigentlich war Karl Heinz Raber im Alter von 48 Jahren krankheitsbedingt bereits in Pension. Vor drei Jahren entschloss er sich jedoch noch einmal einen beruflichen Neuanfang zu wagen und begann eine Schuhmacher-Lehre in der Schuhmacher-Werkstatt Till in Jennersdorf. Jetzt, drei Jahre später, hat er die Lehrabschluss-Prüfung mit gutem Erfolg abgelegt. Karl Heinz Raber ist mit 51 Jahren der Älteste von vier Schuhmachern im Betrieb. Ursprünglich war Raber Tischler. Nach einer schweren Krankheit war er kurzfristig in Pension.

Als es ihm dann aber wieder besser ging, überlegte er bereits im Krankenhaus, was er noch arbeiten könnte, wenn er wieder gesund werden würde. „Das Schuhmacher-Handwerk hat mich schon immer interessiert“, erzählt Raber. Seine Lehrzeit sei sehr angenehm und lehrreich gewesen. In der Berufsschule war der sechsfache Familienvater der Älteste.

Dem Alter zum Trotz und mit viel Energie und Liebe zum Handwerk erreichte er in seiner Lehrzeit Großartiges. Karl Heinz Raber gewann mit einem seiner selbst angefertigten Schuhe den Lehrlingswettbewerb. Die Meisterprüfung ist für den 51-Jährigen aus Rohrbunn derzeit kein Thema. Er ist froh, wenn er gesund bleibt und noch etliche Jahre als Schuhmacher-Geselle in der Schuhmacher-Werkstatt Till in Jennersdorf arbeiten darf.