Erstellt am 13. März 2013, 00:00

Mit Anzünden bedroht. Aggressiv /  Ein Ehemann bedrohte seine Frau mit einem Benzinkanister und eine Feuerzeug in der Hand - verurteilt.

Von Elisabeth Kirchmeir

BEZIRK GÜSSING /  Am 5. Oktober 2012 litt die Gattin eines 44-jährigen Frühpensionisten unter Todesangst: Der gebürtige Rumäne, der im Bezirk Güssing lebt, bedrohte seine Frau mit dem Umbringen.

Begonnen hatte der Streit in der Garage: Der alkoholisierte Mann packte eine Schaufel und drohte, auf die Windschutzscheibe des Autos seiner Frau einzuschlagen. „Ich hielt die Schaufel fest und sagte: Lass das!“, berichtete die Frau vor Gericht. Danach habe sie sich niedergelegt, weil ihr übel geworden sei. Plötzlich betrat ihr Mann den Raum, in der einen Hand hielt er einen Benzinkanister, in dem sich etwa ein Liter Benzin befand, in der anderen ein Feuerzeug. Er drohte, seine Frau und das Bett anzuzünden und begann, Benzin auf das Ehebett zu schütten. „Ich sprang auf und riss ihm den Benzinkanister aus den Händen“, so die Frau. Dann lief sie aus dem Haus und rief um Hilfe.

„Ich werde dich finden und töten...“ 

Als bereits die Polizei anwesend war, drohte der Frühpensionist seiner Frau: „Ich werde dich töten.“ Aus der polizeilichen Verwahrung heraus rief er seine Frau danach mehrmals an und kündigte an: „Bis jetzt ist nicht viel geschehen, aber jetzt fängt es an. Egal, wo du bist, ich werde dich finden und dann bringe ich dich um.“ „Danach habe ich drei Nächte lang nicht geschlafen“, klagte die Frau vor Gericht. Es habe zuvor öfters Streit mit ihrem Mann gegeben. Einmal hatte er, als er sie bedrohte und beschimpfte, ein Fleischmesser in der Hand, ein anderes Mal war er ihr brutal auf den nackten Fuß gestiegen. Sogar vom „Abtrennen des Kopfes“ und „Zerstückeln“ war die Rede. „Natürlich hat man Angst“, sagte die Frau. „Man weiß nicht, wozu ein Mensch fähig ist, wenn er alkoholisiert ist.“

Der Frühpensionist wurde zu einer bedingten Freiheitsstrafe im Ausmaß von acht Monaten verurteilt. Außerdem wurde ihm die Weisung erteilt, sich von seiner Frau fernzuhalten.