Erstellt am 04. Mai 2012, 12:07

Nach Hebebühnen-Unfall: Ärzte retteten Bub drei Finger. Ein relativ glimpfliches Ende hat ein tragischer Arbeitsunfall am Montagnachmittag im Bezirk Güssing genommen.

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Ein zehnjähriger Bub war beim Absenken einer Hebebühne in einen Keilriemen geraten und hatte sich drei Fingerkuppen der rechten Hand abgetrennt. Am Mittwoch konnte das Kind das Klinikum Graz mit zumindest optisch wieder völlig hergestellten Fingern verlassen, teilten die behandelnden Ärzte der Kinderchirurgie heute, Freitag, mit. Dem Zehnjährigen gehe es gut.
 
Der Bub habe sich bei drei Fingern die Endglieder, also die Fingerkuppen, amputiert. Da diese nicht mehr angenäht werden konnten, wurden sie plastisch rekonstruiert, sodass optisch alles passe, hieß es. Bei der Operation sei alles gut gegangen.
 
Der Zehnjährige werde noch ein paar Mal zur Nachbehandlung in die Handambulanz der Klinik kommen müssen. Ob er in den Fingerkuppen auch etwas fühlen können werde oder die Nägel normal nachwachsen werden, werde man erst in ein paar Wochen sehen.
 
Der Unfall ereignete sich in einem Nebengebäude des Wohnhauses im südburgenländischen Bocksdorf. Der Bub half seinem Vater beim Reparieren eines mittels Hebebühne hochgehobenen Pkw. Laut Polizei sei diese Hebebühne durch einen Keilriemen bewegt worden, in den der Zehnjährige schließlich hineingriff, als der Vater den Pkw herunterlassen wollte. "Der Bub saß im Auto und hat durchs Fenster herausgegriffen. Dabei ist er in den Keilriemen hineingekommen", schilderte eine Beamter.
 
Das schwer verletzte Kind war nach der Erstversorgung mit dem Notarzthubschrauber ins Spital nach Graz gebracht worden. Die Polizei war zunächst davon ausgegangen, dass dem Buben bei dem Unfall zwei Finger abgetrennt wurden. "Es hat alles viel ärger ausgesehen, als es wirklich war", so ein Polizist.