Erstellt am 29. Juni 2012, 11:41

Nein zu Gemeindetrennung von Kukmirn und Limbach. Die Trennung der südburgenländischen Gemeinde Kukmirn vom Ortsteil Limbach ist nun offenbar endgültig vom Tisch. Nachdem bereits im Jänner aufgrund eines Gutachtens der Gemeindeabteilung vom Land ein Nein kam, gibt es nun auch vom Burgenländischen Landes-Rechnungshof (BLRH) eine klare Absage.

Die Lebensfähigkeit der burgenländischen Orte sei nicht gegeben. Deshalb habe die Landesregierung mit Zustimmung aller sieben Regierungsmitglieder beschlossen, Kukmirn und Limbach nicht zu trennen, teilte Landeshauptmannstellvertreter Franz Steindl am Freitag mit.

"Um das Thema Gemeindetrennung von allen Seiten zu beleuchten und um auch eine zweite Expertise einzuholen, hat die Landesregierung den Landes-Rechnungshof beauftragt, ein Gutachten über die Gemeindetrennung zu erstellen," so Gemeindereferent Steindl. Dieses Gutachten bestätige vollinhaltlich jenes der Gemeindeabteilung. Eine Trennung sei vom Gesetz her nicht zulässig, hieß es in der Aussendung.

Seit 2008 gibt es im Ortsteil Limbach Bemühungen um eine Gemeindetrennung. Auslöser sei die ortsgerechte budgetäre Zuteilung gewesen (Kukmirn besteht aus vier Ortsteilen, Anm.), die ein paar Personen in Limbach sauer aufgestoßen haben dürfte. Es hätte mehr Geld in die Kasse fließen sollen, erklärte VP-Bürgermeister Franz Hoanzl.

Zweimal wurde über eine Trennung abgestimmt: Bei einer Volksbefragung aller vier Ortsteile wurde insgesamt dagegen abgestimmt, die Limbacher votierten jedoch bei dieser und bei einer weiteren Abstimmung nur für deren Ortsteil dafür. "Ich respektiere beide Gutachten und nehme das zur Kenntnis und ich bin froh, dass das jetzt vom Tisch ist", so Hoanzl.