Erstellt am 04. Juli 2012, 00:00

Neubau ist unumgänglich. BERICHT / Wirtschaftsgebäude der Landwirtschaftlichen Fachschule muss 2013 neu gebaut werden, weil der burgenländische Landesrechnungshof „Mängel“ feststellte.

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VON SARAH BAUMGARTNER

GÜSSING, EISENSTADT / Der burgenländische Landes-Rechnungshof (LRH) überprüfte die Landwirtschaftliche Fachschule Güssing. Im Prüfbericht wurde unter anderem auf eine Behebung der „festgestellten Mängel im Zustand des Wirtschaftsgebäudes“ hingewiesen. Bereits seit Jahren fordern die Verantwortlichen der Schule – so auch der ehemalige Direktor Franz Jandrisits – eine Sanierung beziehungsweise den Neubau der Stallungen. Dass sich die Gebäude tatsächlich in einem schlechten Zustand befinden, belegen die aktuellen Untersuchungen. „Aufgrund der Unterlagen ist aus technischer Sicht sowie aus der Sicht des Bedienstetenschutzes eine Fortführung des Wirtschaftsbetriebes der LFS Güssing nur bis längstens Mitte des Jahres 2013 zulässig, sodass für eine darüber hinaus gehende Nutzung der Gebäude ein Neubau des Wirtschaftsbetriebes unumgänglich ist“, heißt es im Bericht des LRH. Eine Sanierung der bestehenden Anlage aus bautechnischen, veterinär-fachlichen und betriebsablauf-technischen Gründen wurde vom Rechnungshof als nicht zielführend erachtet.

Aus dem Büro des zuständigen Agrarlandesrat Andreas Liegenfeld wurde bestätigt, dass bereits an der Erarbeitung des Konzeptes gearbeitet wird und es auch vom Koalitionspartner grünes Licht für einen Neubau gäbe. Schon bald sollen laut Liegenfeld Taten folgen: „Mit Herbst 2013 wollen wir den derzeitigen Zustand hinter uns lassen.“

Schule und Internat nicht  sanierungsbedürftig

Das Schulgebäude – einschließlich des Internats – wurde erst 2003 einer umfassenden Sanierung unterzogen und befindet sich dem Bericht zufolge in einem guten baulichen Zustand, also sind „keine größeren Investitionen zu erwarten“.

Bei den Schülerzahlen wird im Bericht von einem Rückgang gesprochen. Im abgelaufenen Schuljahr besuchten 100 Schüler die LFS. Für das kommende Schuljahr gibt es bereits 52 Anmeldungen, was 109 Schüler bedeuten würde. Zurückzuführen ist der berichtete Rückgang durch einen schwachen Jahrgang sowie eine Änderung bei der Zählweise der Schüler, die sich in Praxis befinden.

Kritisiert wurden jedoch die „ausgaben- wie einnahmenseitigen Über- und Unterschreitungen“. Der Rechnungshof empfiehlt die Einführung eines Budgetierungsprozesses. „Bisher wurden viele Kostenstellen aus Rücklagen bezahlt, was aber nicht auf Dauer möglich ist. Daher soll künftig real budgetiert werden“, sagt Liegenfeld.