Erstellt am 25. April 2012, 00:00

Neue Hoffnung für das insolvente Life Resort. WEITERFÜHRUNG / Wird bis 31. Juli kein neuer Betreiber gefunden, soll der Eigentümer vorläufig den Betrieb übernehmen.

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VON CARINA GANSTER

JENNERSDORF / Eine Wiedereröffnung des Life Resort, des größten Hotels in Jennersdorf, scheint in greifbarer Nähe. Bei einem Treffen zwischen WiBAG, dem Eigentümer Mandlbauer AG und Vertretern des Landes wurden erste Erfolge erzielt. Nachdem der Pächter, die GSE-Gruppe, in die Pleite geschlittert war, wird nun hinter den Kulissen eifrig an einer nachhaltigen Lösung gearbeitet. „Die Wiedereröffnung des Wellnesshotels mit über 90 Zimmern ist realistischer denn je zuvor. Spätestens im Herbst 2012 wird es so weit sein. Wird bis 31. Juli kein Betreiber gefunden, macht die Mandlbauer AG selbst weiter“, teilt SP-Landesrätin Verena Dunst nach dem Treffen mit.

Die Mandlbauer AG bremst  Optimismus und will warten

Weniger optimistisch zeigt sich Mandlbauer-Direktor Peter Kothgasser, der den Sachverhalt rund um die Betreibersuche folgendermaßen erklärt: „Wir wollen das Hotel natürlich bestmöglichst weiter verwerten. Derzeit können die Gesellschafter verschiedene Optionen in Betracht ziehen, die eigene Weiterführung durch die Gesellschafter der Mandelbauer AG wäre eine mögliche Lösung, jedoch auf keinen Fall die optimalste.“

Nähere Details zu den verschiedenen Optionen wollte Kothgasser gegenüber der BVZ nicht nennen. Nur, dass es Gespräche mit einigen Interessenten gebe und in den kommenden Monaten eine Entscheidung um die Zukunft des Hotels fallen solle: „Wir arbeiten mit Hochdruck an einer Lösung, die wir mit Sicherheit auch erzielen werden, aber es ist noch zu früh, um Konkretes zu sagen“, so Kothgasser.

Gesellschafter investierten  fünf Millionen Eigenkapital

Im Jahr 2003 war das Hotel Life Resort vom Besitzer, der Mandlbauer AG, eröffnet worden. Rund fünf Millionen Euro Eigenkapital der Gesellschafter flossen in das Projekt. Den Betrieb übernahm dann 2010 als Pächter die GSE Pflegehotel GmbH, die sich auf „Urlaub für Menschen mit besonderen Bedürfnissen“ spezialisiert hat.

Das Konzept ging aber nicht auf und der Betreiber musste im Spätwinter des vergangenen Jahres Konkurs anmelden. Von der Insolvenz waren 44 Dienstnehmer betroffen. Sie haben ihren Austritt bereits erklärt, nachdem laut dem Kreditschutzverband Löhne und Gehälter für Dezember 2011 nicht mehr ausgezahlt werden konnten. Als Ursache gab das Unternehmen an, „dass die Kosten für die Wiedereröffnung des bei Übernahme geschlossen gewesenen Hotelbetriebs unterschätzt wurden“. Man wollte gezielt Menschen mit Beeinträchtigung ansprechen. Jedoch sei es nicht gelungen, eine ausreichende Auslastung durch Gäste aus dieser Zielgruppe zu erreichen, „sodass das Konzept bereits nach wenigen Monaten zum Scheitern verurteilt war“.

Rund 50 Arbeitsplätze mehr  für die gesamte Region

„Bei diesem Betriebsbesuch und bei den Besprechungen konnten wir erfreuliche Neuigkeiten erfahren. Das Hotel ist in einem sehr guten Zustand. Um vor allem weibliche Arbeitskräfte auszubilden, sind bereits Frauenprojekte beim BFI geplant. Schließlich geht es um rund 50 Arbeitsplätze, die bei einer Wiedereröffnung des Hotels entstehen würden“, blickt Landesrätin Verena Dunst positiv in die Zukunft des Hotels.