Erstellt am 11. Januar 2012, 00:00

Neuer Versuch für Fernwärme. KAUF / In einer neuerlichen Gemeinderatssitzung, die dritte in dieser Sache seit Dezember, soll Güssing und Wirtschaftspark Fernwärmeanteile erstehen. Die SPÖ ist dagegen.

VON SARAH BAUMGARTNER
GÜSSING / Bei der Gemeinderatssitzung am 15. Dezember kam es zwischen Vertretern der SPÖ und ÖVP zu einem Eklat. Die SPÖ zog geschlossen aus der Sitzung aus. Grund dafür war der von der ÖVP beabsichtigte Kauf von 46 Prozent (Wert 426.000 Euro) der Anteile der Fernwärme, die derzeit Reinhard Koch gehören. Er hält bei 51 Prozent und möchte 46 Prozent davon abstoßen. Beschluss konnte deswegen keiner gefasst werden, Stadtchef Peter Vadasz (ÖVP) lud am 23. Dezember zu einer neuerlichen Gemeinderatssitzung. Ein Beschluss mit den Stimmen der ÖVP wäre möglich gewesen. Noch vor Beginn setzte Vadasz den brisanten Tagesordnungspunkt ab und kündigte Gespräche zwischen beiden Fraktionen mit den beiden Geschäftsführern der Fernwärme, Reinhard Koch und Harald Roschitz, an.

Entscheidung könnte  am 12. Jänner fallen

Diese wurden am 3. Jänner auch geführt. Am Donnerstag, dem 12. Jänner, soll nun der endgültige Beschluss fallen, auch dieses Mal könnte die ÖVP ohne die SPÖ bestimmen. Dann besäße, wenn es nach der ÖVP geht, die Stadtgemeinde gemeinsam mit der Wirtschaftspark Güssing Erwerbs- und Erschließungsgesellschaft insgesamt 85 Prozent.

SPÖ verhandlungsbereit, ob  sie zustimmt, ist fraglich

Die SPÖ ist verhandlungsbereit, nur über die Höhe der Anteile ist man sich uneinig: „Uns ist klar, dass etwas passieren muss, da es keine anderen Interessenten gibt. Es muss eine gewisse Sicherheit für die Abnehmer da sein. Außerdem ist die Fernwärme ökologisch sehr wichtig für Güssing.“ Ob die SPÖ zustimmen wird oder nicht, wollten die Verantwortlichen noch nicht bekannt geben, aber so viel war ihnen zu entlocken: „Wir werden einen Vorschlag unterbreiten und sehen, ob ihn die ÖVP akzeptiert.“ Konkretes wird die SPÖ noch bei ihrer Fraktionssitzung heute, Mittwoch, klären. Dass die ÖVP einen Beschluss ohne SPÖ fassen kann, ist theoretisch möglich, nicht aber, wenn die SPÖ wieder die Sitzung verlässt.