Erstellt am 31. Oktober 2012, 00:00

Neues G?schäft in Strem. Nahversorgung / Durch den Verein „Unser Strem – Verein zur Sicherung der Grundversorgung“ wurde in Strem ein Nahversorgungsprojekt gestartet. Eröffnung ist am 15. November.

Einkaufen zu Hause. Der Nahversorger in Strem wird bereits am 15. November seinen Betrieb aufnehmen. Auch eine Elektrotankstelle wird errichtet.  |  NOEN
Von Sarah Baumgartner

STREM / „Unser G?schäft in Strem schafft Arbeitsplätze, sichert die Nahversorgung für die Menschen und sorgt für Wertschöpfung im Südburgenland“, erklären Leader plus-Obmann Walter Temmel und Obmann-Stellvertreter Gerhard Pongracz vom Verein „südburgenland plus“, die das Projekt finanziell unterstützen. Die Idee wurde im Rahmen der Dorferneuerung geboren. Ziel des Projekts ist die Errichtung eines Nahversorgungsgeschäfts mit regional-bäuerlichem Schwerpunkt-Angebot. „Seit zwei Jahren gibt es in Strem kein Geschäft mehr“, erläutert Ida Traupmann, die das Projekt unterstützt. Das ehemalige Café „Central“ wird derzeit zu einem barrierefreien Nahversorgungsgeschäft umfunktioniert, das eine Kaffee-Ecke, einen Nah- und Frisch-Laden und bäuerliche Produkte und Post-Servicestelle beinhalten wird. Die Eröffnung findet am 15. November statt. Die Filialleitung wird Lisa Ganster als Teilzeittätigkeit übernehmen, weiters werden zwei Teilzeitkräfte einen Arbeitsplatz finden sowie auch zwei Lehrlinge ausgebildet. Betreiber ist der Verein. Die Öffnungszeiten sind Montag bis Freitag von sechs bis 18 Uhr, samstags sechs bis 12 Uhr. Die Postservicestelle, die bisher im Gemeindeamt untergebracht war, läuft ab 11. Dezember. Finanziert wird das Projekt neben Subventionen seitens Leader plus auch über Investoren und eine sogenannte Bausteinaktion. So können sich Unterstützer Bausteine im Wert von je 100 Euro kaufen. Infos dazu sind am Gemeindeamt erhältlich. Einkaufen kann aber jedermann. „Wir hoffen auf rund 500 verkauften Bausteinen und einem Erlös von 50.000 Euro“, so Obmann und Bürgermeister Bernhard Deutsch.

Der Umbau und die Einrichtung kosten rund 130.000 und werden zu 30 Prozent über Leader gefördert. Auch die Personalkosten von zwei Vollzeitkräften beziehungsweise drei Teilzeitkräften in der Höhe von 185.000 Euro werden für zweieinhalb Jahre zu 50 Prozent über Leader unterstützt. „Den Rest werden wir fremd finanzieren“, so Deutsch.

Durch das im Ort ansässige Generationendorf beziehungsweise für die nicht mobile Bevölkerung ist über ein Elektromobil zudem Hauszustellung als besonderes Service vorgesehen.