Erstellt am 18. April 2013, 13:55

Neues Ramsar-Gebiet im Südburgenland. Vor 30 Jahren, am 12. April 1983, ist Österreich der internationalen Ramsar Konvention zum Schutz von Feuchtgebieten beigetreten.

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Zum Jubiläum wurden die Güssinger Fischteiche im Südburgenland in die Liste der Schutzzonen aufgenommen. Das rund 148 Hektar große Gebiet ist für die Vogelwelt des Burgenlandes von großer Bedeutung und beheimatet Arten wie den hoch gefährdeten Seeadler und den Nachtreiher.

"Feuchtgebiete wie Teiche, Quellen, Sümpfe und Moore leisten viele ökologische Aufgaben. Sie spielen eine wichtige Rolle im Wasserkreislauf und tragen nicht nur zur Sicherung unseres Trinkwassers und zum Hochwasserschutz bei, sondern auch zum Klimaschutz und zur biologischen Vielfalt", erklärte Umweltminister Niki Berlakovich (V) am Donnerstag anlässlich des Jahrestages.

"Die Ramsar-Konvention trägt wesentlich dazu bei, die biologische Vielfalt zu erhalten", so Berlakovich. Durch die Erhebung zum 21. Ramsar-Gebiet in Österreich werde die Wichtigkeit der Teiche ein weiteres Mal unterstrichen.

Die Ramsar Konvention wurde im Jahr 1971 in der iranischen Stadt Ramsar am Kaspischen Meer beschlossen und bisher von 165 Ländern unterzeichnet. Sie gilt als das wichtigste internationale Abkommen zum Schutz von Feuchtgebieten.

Bisher wurden weltweit 2.114 Ramsar-Gebiete mit einer Fläche von insgesamt 205 Millionen Hektar nominiert. Das dadurch entstandene Netzwerk an Schutzgebieten ist das größte der Welt und entspricht etwa der 40-fachen Fläche der Schweiz. Größtes Ramsar-Gebiet in Österreich ist der Neusiedler See mit einer Fläche von 59.000 Hektar, so Agrarlandesrat Andreas Liegenfeld (V).