Erstellt am 11. Februar 2016, 05:18

von NÖN Redaktion

Neues Zuhause für Esel. Die Gemeinde Reinersdorf /Heiligenbrunn wird seit einigen Jahren durch ein „stilles“ Tierschutzprojekt der besonderen Art belebt.

»Stilles« Tierschutzprojekt der besonderen Art in Reinersdorf /Heiligenbrunn: Die Grüne Regina Petrik hat eine Patenschaft übernommen.  |  NOEN, BVZ

Auf dem Erlebnisbauernhof-Südburgenland haben nicht nur Kinder und Erwachsene die Möglichkeit ihre Freizeit zu verbringen, es werden auch ausgesetzte und gequälte Tiere gepflegt. Diese werden behutsam aufgepäppelt und für pädagogische, therapeutische Zwecke bei Aktivitäten mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen eingesetzt.

Initiatorin Eva-Maria Scheibe beschreibt ihre Motivation so: „Ich habe mich entschieden, Tieren zu helfen, weil es viele Menschen gibt, die sich entschieden haben, ihnen wehzutun. Diesen Satz habe ich irgendwo gelesen und er hat mich in meinem Tun bestätigt!“

Als neue Mitbewohner des Erlebnisbauernhofs sind nun zwei Barockesel eingezogen. Dies wurde durch die Unterstützung von Kurt Kirchberger, Direktor des Nationalparks Neusiedlersee-Seewinkel und Helmut Pechlaner, Vorsitzender des WWF Österreich möglich.

„Die als Lichtbringer geltenden weißen Esel waren in der Barockzeit äußerst beliebt. Jeder aus der ‚besseren Gesellschaft‘ des 17. und 18. Jahrhunderts, der etwas auf sich hielt, besaß neben weißen Pferden auch Barockesel“, erklärt Eva Scheibe.

In der K&K-Monarchie Österreich-Ungarn wurde diese edle Rasse gezüchtet. Heute sind die herrlich weißen Tiere mit ihren blauen Augen vom Aussterben bedroht. Man schätzt, dass es weltweit nur noch etwa 80 Tiere gibt. „Daher ist sich unser Verein der besonderen Verantwortung bewusst und stolz darauf, zwei Eselstuten betreuen zu dürfen“, sagt Scheibe.