Erstellt am 10. Juni 2015, 06:11

von Michael Pekovics

Glücksgefühle nach Geburt im Rettungsauto. Sowohl Mutter als auch die Sanitäter waren vom Ereignis überwältigt.

Geburt im Rettungswagen. Reinhard Kropf und Florian Sommer: »Das vergisst man nicht.«  |  NOEN, Pekovics
Erst jetzt wurde bekannt, dass am Wahlsonntag eine 25-jährige Wienerin, die auf Besuch in Neusiedl bei Güssing war, ihre Tochter im Rettungswagen auf die Welt brachte.

Zur Seite standen ihr die beiden Sanitäter Reinhard Kropf und Florian Sommer von der Rotkreuz-Bezirksstelle Güssing.

„So etwas in der Praxis miterleben zu dürfen,
ist etwas ganz Besonderes“
Sanitäter Reinhard Kropf

Die beiden Sanitäter waren nach der Alarmierung durch die Landessicherheitszentrale sofort losgerast, um der Schwangeren beizustehen. Doch das junge Mädchen wollte nicht warten und kam im Rettungswagen vor dem Haus in Neusiedl bei Güssing zur Welt.

Kropf und Sommer forderten zur Sicherheit den Notarzt nach und trafen alle Versorgungsmaßnahmen. „Für mich war es die erste Geburt im Rettungsdienst“, erzählt Kropf. „Natürlich haben wir das in der Ausbildung gelernt, aber so etwas in der Praxis miterleben zu dürfen, ist etwas ganz Besonderes. Glücklicherweise sind wir für eine Geburt bestens gerüstet.“

Mädchen traf vor dem Notarzt ein

Als der nachgeforderte Notarzt ankam, war das kleine Mädchen schon auf der Welt (3:03 Uhr). Der Notarzt vergewisserte sich, dass Mutter und Tochter wohlauf sind, die beiden wurden ins Krankenhaus Oberwart gebracht.

Reinhard Kropf freut sich noch heute über dieses Ereignis: „Ich freue mich wirklich riesig. So etwas ist etwas ganz Besonderes. Meistens haben wir in unserem Beruf mit Verletzungen und Erkrankungen zu tun, also eher mit negativen Ereignissen. Da ist es umso schöner, wenn man einem Kind auf die Welt helfen kann. Diesen Einsatz werde ich nie vergessen.“