Erstellt am 16. Mai 2012, 00:00

Niemand will arbeiten. WENIG INTERESSE / Weil kein neuer Obmann für den Verschönerungsverein Wallendorf gefunden wurde, löste sich Verein auf.

VON CARINA GANSTER

WALLENDORF / SPÖ-Gemeindevorstand und Verschönerungsvereinsobmann Wolfgang Deutsch staunte nicht schlecht, als zu der von ihm einberufenen Mitgliederversammlung des Verschönerungsvereins von den rund 100 zahlenden Mitgliedern lediglich zehn erschienen waren.

Auf dem Programm standen unter anderen Neuwahlen, denn Deutsch wollte sein Amt aus gesundheitlichen Gründen an den Nagel hängen. Aus den geplanten Neuwahlen ist letztendlich eine Vereinsauflösung geworden. Warum es so weit gekommen ist, erläutert Deutsch im Gespräch mit der BVZ: „In den letzten Jahren ist das Interesse der Bevölkerung an der Ortsbildverschönerung immer weniger geworden. Teilweise arbeitete ich allein auf weiter Flur. Ich hörte immer wieder, ’wir haben selbst viel zu tun‘ oder ’ich habe keine Zeit‘.“ Deutsch war neun Jahre Obmann des Verschönerungsvereins und ist auch Obmann der Wassergenossenschaft. Unter anderem hat sich der Verschönerungsverein um den Blumenschmuck, die Bänke, die Brunnen und die Dorfkapelle gekümmert. In der Gemeindestube ist man über die Vereinsauflösung bestürzt: „Es ist unglaublich schade, aber wir können niemanden zwingen“, meint Bürgermeister Josef Korpitsch. Die Bürger müssen aber um die Ortsverschönerung in Wallendorf nicht fürchten, denn „die Gemeinde wird die Aufgaben des Verschönerungsvereins übernehmen“, sichert Korpitsch zu.