Erstellt am 18. April 2012, 00:00

„Nur ein Name ist nichts wert“. GEMEINDEKONFERENZ / Karin Hirczy-Hirtenfelder wurde als SP-Spitzenkandidatin gewählt. Gegenwind bekam sie von Johann Deutsch, der sieben der 19 Stimmen erhielt.

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VON CARINA GANSTER

JENNERSDORF / Die SPÖ-Fraktion wählte vergangene Woche ihren Spitzenkandidaten für die Gemeinderatswahl im Oktober. Völlig überraschend stellte sich neben Karin Hirczy-Hirtenfelder noch ein zweiter Kandidat der Wahl, nämlich Johann Deutsch, Polizist aus Rax.

Die Sitzung wurde von Stadtrat Manfred Gilly einberufen und ebenfalls geleitet. „Johann Deutsch hat seine Kandidatur rechtzeitig bekannt gegeben. Auf die Stimmzettel wurden dann beide Namen gedruckt“, erklärt Gilly. Die Abstimmung ist in einem geheimen Wahlgang erfolgt. Nach der Stimmenauszählung folgte für die rund 30 anwesenden Personen, von denen 19 stimmberechtigt waren, die große Überraschung.

Zwar hat Hirczy-Hirtenfelder das Rennen mit elf Stimmen für sich entschieden, aber Johann Deutsch sorgte mit sieben Stimmen für eine ordentliche Portion Spannung. Eine Person hat sich der Stimme enthalten. Die Motivation für Deutsch: „Ein Stimmzettel mit einem Namen drauf ist nichts wert. Wir müssen gemeinsam in Jennersdorf etwas erreichen“, sagt Deutsch, der als sein größtes Hobby eine Geflügelzucht in Rax betreibt. Die frisch-gebackene Spitzenkandidatin Karin Hirczy-Hirtenfelder kommentierte das Antreten von Deutsch als positiv und meinte zu ihrem Wahlerfolg: „Die absolute Zustimmung ist ein klares Votum für mich. Meine Aufgabe ist es jetzt ein Team zu formen, dass aus rund 15 Personen bestehen wird. Eine genaue Reihenfolge gibt es noch nicht, aber das Team wird sehr ausgewogen sein.“

Karin Hirczy-Hirtenfelder tritt für die SPÖ bei der Gemeinderatswahl im Oktober an.