Erstellt am 27. April 2011, 00:00

„ökoEnergieland“ soll bald energieautark sein. UNABHÄNGIGKEIT / Die 15 ökoEnergieland-Gemeinden sollen mit eigenem Strom, Gas und Treibstoff versorgt werden.

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VON SARAH WAGNER
GÜSSING / Die Verantwortlichen des Vereins ökoEnergieland präsentierten ihre neuen Ziele: Neben dem Schwerpunkt Tourismus soll das gesamte ökoEnergieland schrittweise mit Energie aus eigener Produktion versorgt werden. „Das Ziel ist ein energieautarkes ökoEnergieland in den Bereichen Wärme, Strom und Treibstoff“, erklärte Obmann Walter Temmel. Gemeinsam mit dem Europäischen Zentrum für Erneuerbare Energie wurde ein Konzept entworfen, um die Mitgliedsgemeinden zu einer „Klima- und Energiemodellregion“ zu machen.

Innerhalb der kommenden zwei Jahre wollen die beiden Modellregionenmanager Reinhard und Sebastian Koch folgendes realisieren: ein lokales Biogasnetz, mobiles Biogas, Brennstoffzelle als „Hauskraftwerk“, synthetische Treibstoffe BioSNG und BioFIT, CO2-Reduktion durch Pflanzen, der Einsatz von LED in der Straßenbeleuchtung und eine Photovoltaikgroßanlage. Koch spricht von Vorteilen wie einem finanziellen Einsparungspotenzial von vielen Millionen Euro, die Schaffung von Arbeitsplätzen und die Unabhängigkeit der Region.

So soll mit der Gründung eines regionalen Rohstoffverbandes das Rohstoffpotenzial der Mitgliedergemeinden ausgenutzt werden. Weiters soll mit der Errichtung von Biogasnetzen und bestehenden aber auch neuen Biogasanlagen die flächendeckende Versorgung des ökoEnergielandes mit erneuerbarer Energie erreicht werden.

Mit Bioerdgastankstellen soll die Steigerung der alternativen Mobilität gesichert werden. Auch in Sachen LED-Straßenbeleuchtung sollen die Gemeinden zur Musterregion werden und Strom sparen.