Erstellt am 22. Juni 2016, 03:45

von Carina Ganster

Petition für einen neuen Hochbehälter. SPÖ will die Bevölkerung einbinden und fordert Neubau des Hochbehälters. Sanierungsarbeiten vorerst vertagt.

Symbolbild  |  NOEN, Erwin Wodicka

Die vergangene Gemeinderatssitzung hat das Wasserglas zwischen SPÖ und ÖVP zum Übergehen gebracht. Streitpunkt war die Wasserversorgung beziehungsweise die anstehende Sanierung des alten Hochbehälters, der, geht es nach Vizebürgermeister Josef Kreitzer (SPÖ), aus Budgetgründen schon vor mehr als zwei Jahren über die Bühne hätte gehen sollen.

„Ende meiner zurückhaltenden Arbeitsweise erreicht“

Der Gemeinderat hätte dann über die Vergabe der Arbeiten abstimmen sollen, davor entbrannte allerdings eine Diskussion, die letztendlich dazu geführt hat, dass der Tagesordnungspunkt „Hochbehälter – Vergabe der Arbeiten“, auch mit Zustimmung aller ÖVP Gemeinderäte, vertagt wurde.

„In der Abstimmungsprozedur in der Vergabe um die Sanierung der Hochbehälter, ist das Ende meiner zurückhaltenden und unterstützenden Arbeitsweise erreicht“, teilt Vizebürgermeister Kreitzer der Bevölkerung in einem offenen Brief mit.

„Jegliche Expertenmeinung und unsere Diskussionsbeiträge, die Möglichkeit eines Neubaus der Hochbehälter nicht in Betracht zu ziehen und sogar, wie vom Obmann des Bauausschusses einen Neubau kategorisch auszuschließen, ist für mich äußerst bedenklich“, meint Kreitzer, der jetzt gemeinsam mit seiner Fraktion eine Online-Petition ( www.wasserfuerstinatz.at ) ins Leben gerufen hat.

Bis zum Sommer will die SPÖ auch im Ort Unterschriften für die mögliche Neuerrichtung eines Hochbehälters sammeln. Der Gemeinderat wird darüber erst im September abstimmen. Bürgermeister Andreas Grandits wollte gegenüber der BVZ keine Stellungnahme abgeben.