Erstellt am 26. Juni 2013, 00:00

Plan: Ökoenergieland will Fusion mit „EEE“. Fusion im Herbst / Verein Ökoenergieland will Zentrum für Erneuerbare Energie übernehmen. Entscheidung darüber fällt aber erst im Herbst.

Von MIchael Pekovics

REGION / Knalleffekt nach der aktuellen Sitzung des Vereins Ökoenergieland in der Vorwoche. Wie jetzt bekannt wurde, soll der Verein Europäisches Zentrum für Erneuerbare Energie, kurz „EEE“, zu 100 Prozent in das Ökoenergieland eingeliedert werden. So zumindest der Plan, der in der Vorwoche diskutiert wurde. Davon betroffen ist dann natürlich auch die „EEE GmbH“, die als 100 Prozent-Tochter von „EEE“ die operativen Geschäfte führt.

Reinhard Koch ist Geschäftsführer beider „EEE“-Einrichtungen und sieht die Fusionspläne als „Idee, die jetzt diskutiert werden muss“: „Aus meiner Sicht wäre das eine tolle Lösung. Das Ziel ist, Ökoenergieland und ‚EEE‘ noch näher zusammen zu bringen, um damit diese einzigartigen Instutionen nachhaltig zu sichern.“ Laut Strems Bürgermeister Bernhard Deutsch (ÖVP) gibt es weitere Gründe für die Fusion: „Im Verein ,EEE‘ sitzen zahlreiche hochrangige Politiker als Vertreter und es ist fast unmöglich, sie alle zu regelmäßigen Terminen an einen Tisch zu bekommen. Das macht es natürlich schwierig, etwas umzusetzen.“ Zudem kämen immer wieder Projekte wegen „parteipolitischer Querelen“ ins Stocken. „Das war eigentlich der Ausgangspunkt für die Idee, die beiden Vereine zu fusionieren: Weil wir fast nie gemeinsame Sitzungen durchführen konnten.“

Fusion braucht Segen 

Bevor es aber zur Fusion kommen kann, ist die Erstellung eines genauen Fahrplans für die Übernahme notwendig. „Diese Idee muss nun natürlich diskutiert und Vor- und Nachteile besprochen werden“, steigt Koch trotz der „tollen Idee“ auf die Bremse. „Die Bürgermeister fragen sich nun natürlich, welche Auswirkungen das auf ihre Gemeinden hätte, zum Beispiel punkto Haftungen. Wir werden nun die rechtliche Lage genau überprüfen und über den Sommer ein Konzept erstellen sowie bei den verschiedenen Institutionen wie Vereinsbehörde und Gemeindeabteilung anfragen. Das dauert alles noch, aber im Herbst, rund um die Nationalratswahl, könnte die Fusion bei der nächsten Generalversammlung beschlossen werden.“

18 Gemeinden aus zwei 

Bis dahin wird noch viel diskutiert werden, schließlich sind 18 Gemeinden der Bezirke Güssing und Oberwart mit rund 13.500 Bürgern Mitglied im Ökoenergieland. Der Vorteil für sie liegt laut Deutsch klar auf der Hand: „Die Gemeinden wissen, was sie brauchen – das ist ja jetzt im Ökoenergieland auch schon so. Wir können dann Projekte, die wir vorhaben, auch gezielt umsetzen. Außerdem ist die ,EEE‘-GmbH ein gut gehender Betrieb, die Auftragsbücher für die beiden kommenden Jahre sind voll. Im Grunde würde nichts anderes passieren, als das wir einen Verein auflösen, wo es ja schon jetzt zahlreiche Überschneidungen gibt.“