Erstellt am 08. Mai 2013, 00:00

„Plato“ und andere Streuner. Hund entlaufen / Der Vierbeiner hielt den ganzen Bezirk in Atem, bevor er eingefangen werden konnte. Zwei weitere Hunde streunen durch den Bezirk, vermisst werden sie scheinbar nicht.

Von Carina Ganster

BEZIRK / Viele Orte haben Probleme mit streunenden Hunden. Das gefährdet nicht nur die Sicherheit der Menschen, auch den Tieren geht es dabei nicht gut. Auch im Bezirk Jennersdorf wird das Problem mit den Streunerhunden immer größer.

Eine wahre Odyssee hatte Hund „Plato“ in den vergangenen Wochen hinter sich. Nachdem der Vierbeiner aus dem Tierheim seinen neuen Besitzern entfleuchte, streifte er wochenlang durch das Südburgenland und hielt die Suchtrupps auf Trab. Von Dt. Kaltenbrunn bis Rax war der Vierbeiner unterwegs. Am Wochenende, nach 53 Tagen, konnte der Ausreißer von Tierschützern eingefangen werden. „Der Hund wurde sogar mit Polizeihunden gesucht, aber er war immer einen Schritt voraus. Besonders stolz in diesem Fall muss man auf die Jägerschaft sein, die ja oft als sehr radikal hingestellt wird. Kein Jäger hat dem Hund etwas getan, er konnte lebend gefasst werden“, sagt Hundeführer Gerhard Bauer. Auch Amtstierarzt Roland Petz war in die Suche involviert. „Der Kontakt mit den Such- beziehungsweise Fangtrupps ist immer bestanden. Glücklicherweise ist dem Tier nichts passiert“, meint Petz.

Elke Janitzki von der Tierhilfe Dreiländereck war dabei, als „Plato“ eingefangen wurde. „Das war eine Nacht- und Nebelaktion. Der Hund war überhaupt nicht wild und hat sich einfangen lassen. Zu seiner alten Familie ist er jedoch nicht zurückgekehrt“, sagt die Tierschützerin. Auch in Eltendorf wurde dieser Tage ein Hund aus Ungarn eingefangen. Ein weiterer streunt noch umher. „Der Hund wurde schon von einigen Personen gesehen und dürfte sich zwischen Heiligenkreuz und Heiligenbrunn bewegen. Ob der Hund wildert, wissen wir nicht“, sagt Teresa Lang von der Tierhilfe Dreiländereck.

Auch die Stadt Jennersdorf hat mit dem Streunerproblem zu kämpfen. „Dazu kommt auch, dass es keinen Leinenzwang und keine Beißkorbpflicht gibt. Die Stadt muss was tun“, sagt eine Jennersdorferin, die anonym bleiben will.