Erstellt am 24. Oktober 2012, 00:00

Plus für die Region. Tourismus / Region verbucht zwölf Prozent Zuwachs bei Nächtigungen. Mehr als 600 Arbeitsplätze wurden seit 2004 geschaffen.

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Von Carina Ganster

REGION / Vor 30 Jahren wurde die steirisch-burgenländische Therme Loipersdorf direkt an der Hottergrenze zu Jennersdorf eröffnet. „1982 wurden 34.800 Nächtigungen gezählt, 2011 waren es 153.000 und im laufenden Jahr bis einschließlich August gab es im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von zwölf Prozent. Es wurde viel in die touristische Infrastruktur, das Naturerlebnis im Dreiländernaturpark, das Kulturerlebnis und in die Beherbergungsqualität investiert, sodass sich der Tourismus zu einer Leitbranche der regionalen Wirtschaft entwickelt hat. Seit 2004 wurden 600 Arbeitsplätze in der Region gesichert beziehungsweise neu geschaffen“, betonte Tourismuslandesrätin Michaela Resetar anlässlich einer Pressekonferenz mit dem Obmann des Tourismusregionalverbandes Siegmund Mihellyes und Bürgermeister Willi Thomas in Grieselstein.

Einziges Sorgenkind der Tourismusbrache in Jennersdorf ist das „Life Resort“, das Insolvenz anmelden musste. Das Hotel steht seit mehr als einem halben Jahr leer. Wie es mit dem Hotel weiter geht, ist unklar. Der Eigentümer, die Mandlbauer AG, hält sich mit Informationen bedeckt. Zwar hat die Firma im Frühjahr mitgeteilt, dass man bis zum Sommer einen Betreiber gefunden haben will. Sollte das nicht passieren, wolle man das Hotel selbst betreiben. Passiert ist das aber nicht. Der Eigentümer will keine Stellung beziehen. „Der zuständige Mitarbeiter ist auf Urlaub“, heißt es vom Unternehmen.

Seit 2004 wurden in der Region Jennersdorf 60 Förderprojekte von Tourismusbetrieben, die rund 23,6 Millionen Euro in die Qualitätsverbesserung investierten, genehmigt und mit rund 3,5 Millionen Euro gefördert wurden. Zudem wurden das Gästebindungsprogramm „Zeitensprung“ und das kulturtouristische Marketingprojekt j:opera Jennersdorf mit insgesamt 372.000 Euro gefördert. „Die touristische Kompetenz von Jennersdorf liegt nicht im Einreihen in eine Thermalwasserkette, sondern im Erleben eines ganzheitlichen, gesunden Wohlfühlens. Die Region leistet einen wesentlichen Beitrag dazu, um die drei Millionen Nächtigungen im Burgenland zu erreichen“, betonte Landesrätin Michaela Resetar abschließend.

Franz Kast

(Wibag), Bürgermeister Willi Thomas, Landesrätin Michaela Resetar, Tourismusobmann Reinhard

Puchas und

Tourismusobmann Siegmund

Mihellyes.

zVg