Erstellt am 28. März 2012, 00:00

Projekt Nahversorger ist tot. NICHT REALISIERBAR / Weil die Gebäudehöhe im alten Kindergarten zu niedrig sei, kann das Projekt Nahversorger nicht umgesetzt werden. ÖVP will weiter kämpfen.

VON CARINA GANSTER

ROHRBRUNN / „Der geplante Nahversorger im Ortsteil ist wahrscheinlich gestorben“, sagt Bürgermeister Erwin Hafner (SPÖ) auf Anfrage der BVZ. Der Grund ist laut Hafner, dass bei einer Standortbesichtigung im möglichen Geschäftslokal, dem alten Kindergarten, die Räumlichkeiten als zu niedrig eingestuft wurden. Bei einem Lokalaugenschein mit Vertretern der Gemeinde, der Wirtschaftskammer und dem Lebensmittelinspektoriat sei dieser Entschluss gefallen. „Die Räume sind um rund 20 Zentimeter zu niedrig. Es ist nicht leistbar, das Dach anzuheben und die Mauern aufzustocken. Für die Rohrbrunner ist das natürlich ein Schock, aber die Umbauarbeiten sind zu aufwendig“, so der Ortschef.

Der ursprünglich geplante Nahversorger im Kindergarten hätte im Rahmen der Dorferneuerung umgesetzt werden sollen. „Das wird jetzt leider nicht der Fall sein, da es keine anderen Möglichkeiten gibt“, erklärt Hafner. Heftige Kritik hagelt es von der ÖVP. „Die Gemeindeführung hat es verabsäumt, im Vorfeld abzuklären, ob es überhaupt durchführbar ist, einen Nahversorger im alten Kindergarten zu errichten“, meint Martin Laschalt (ÖVP).

Es wird eine multifunktionale  Nahversorgung gefordert

Laut Laschalt sei die Nahversorgung in Rohrbrunn ein ständig brisantes Thema. „Zwei Mitglieder des Kernteams der Dorferneuerung haben das Thema Nahversorgung erarbeitet. Diese Personen wurden aber nach der Schließung des Kindergartens nicht in die weitere Diskussion um die Zukunft der Nahversorgung eingebunden. Hier erfolgte ein Alleingang der politischen Gemeinde, der in eine Sackgasse und in das totale Chaos rund um dieses wichtige Thema führt“, kritisiert Laschalt.

Die Rohrbrunner wollen weiterhin für eine multifunktionale Nahversorgereinheit kämpfen, auch wenn eine Lösung derzeit weit entfernt scheint.