Erstellt am 10. Februar 2012, 13:24

Protest gegen geplante Schnellstraße S7. Zu lautstarkem Protest ist es am Freitagvormittag vor dem Verkehrsministerium in Wien gekommen. Grund dafür war eine Demonstration gegen die geplante Schnellstraße S7 in den Bezirken Jennersdorf und Fürstenfeld im Burgenland beziehungsweise in der Steiermark.

Das UVP-Verfahren für den Abschnitt West der Fürstenfelder Schnellstraße S7, von Riegersdorf bis nach Dobersdorf, ist positiv abgeschlossen. Die Baukosten für den Abschnitt West betragen 430 Millionen Euro. Der Abschnitt Ost, für den das UVP-Verfahren noch läuft, soll 130 Millionen Euro kosten. ZVG/ASFINAG  |  ASFINAG, zVg
Dabei übergaben die Aktivisten der "Allianz gegen S7" hunderte Einwendungen gegen das Straßenprojekt, wie die Allianz in einer Presseinformation mitteilte.

So würden Luftschadstoffe, deutlich mehr Lärm und gesundheitliche Beeinträchtigungen durch die neue Schnellstraße entstehen. "Das Landschaftsbild wird zerstört, Wirtschaft und Tourismus werden geschädigt und die hohen CO2-Emissionen widersprechen unseren Klimaschutzzielen!", betonte "Allianz gegen S7"-Sprecher Johann Raunikar.

Außerdem bemängeln die Demonstranten, dass die Straße verkehrsplanerisch keine Funktion hätte und daher nutzlos wäre. Anstatt eine halbe Milliarde Euro für den Bau der S7 aufzuwenden, sollte unter anderem in öffentlichen Verkehr, kleinräumige Umfahrungen und in den Ausbau der Radwege investiert werden.

Der Bau der S7 ist laut Asfinag für das Frühjahr 2012 geplant. Die Schnellstraße soll von Riegersdorf in der Steiermark bis Dobersdorf im Burgenland reichen. Schon seit Jahren kämpft die steirisch-burgenländische Bürgerinitiative "Allianz gegen die S7" gegen die Errichtung der S7.