Erstellt am 17. Dezember 2015, 09:33

Quartier in Rax überprüft. Nach Aufregung über die Unterbringung von 26 Flüchtlingen in Rax lenkt das Land ein. Einige werden verlegt.

 |  NOEN, Caritas
Groß war die Aufregung, als bekannt wurde, dass 26 Flüchtlinge in einem Privathaus in Rax untergebracht sind. Bürgermeister Willi Thomas wollte von der großen Anzahl der Personen nichts gewusst haben und äußerte Bedenken, da es laut ihm keine Baugenehmigung gibt.

Die Eigentümerin des Hauses bestätigte gegenüber der BVZ, im Vorfeld alles korrekt abgewickelt zu haben und sehr wohl den Ortschef informiert zu haben. In der vergangenen Woche führte Harald Dunkl – in seiner Funktion als Ansprechperson für Grundversorgungsunterkünfte im Bezirk Jennersdorf der zuständigen Fachabteilung 6 des Landes – einen Faktencheck im Flüchtlingsquartier durch, um die Situation zu beurteilen.

Zuständige Abteilung des Landes entscheidet

Den Auftrag für die Überprüfung hat Dunkl vom Referat „Grundversorgung für Fremde“ erhalten. „Der Faktencheck hat sich auf die Überprüfung der erforderlichen Mindeststandards bezogen. Der Bericht wurde an die zuständige Abteilung des Landes weitergeleitet, die wird in den kommenden Tagen entscheiden, wie es in dieser Causa weitergeht“, erklärt Dunkl.

Im Zuge der Überprüfung hat sich, laut Informationen von Bürgermeister Willi Thomas und Harald Dunkl, auch herausgestellt, dass es für Teilbereiche des Hauses keine Schlussüberprüfung gegeben hat. „Die Hausbesitzerin muss jetzt nachträglich um die Baugenehmigung für einen Teil des Hauses und die Benützungsbewilligung für einen Zubau ansuchen“, erklärt Ortschef Thomas.

Referatsleiter Gerhard Hauptmann bestätigt diese Informationen und weiß auch, dass einige Flüchtlinge verlegt werden müssen. „Wie viele, können wir noch nicht sagen, aber es werden künftig weniger im Haus untergebracht sein, auch weil die Gemeinde große Bedenken hinsichtlich der Anzahl der Flüchtlinge für den kleinen Ort hat“, sagt Hauptmann.