Rauchwart

Erstellt am 19. Juli 2017, 05:40

von Carina Fenz

Ärgerlich, aber harmlos: Zerkarien im Badesee. Badegästen können Hautreizungen bekommen, die Gelsenstichen ähneln. Badeverbot steht nicht im Raum.

Zerkarien sorgen derzeit im Badesee Rauchwart bei Hautkontakt für Ausschläge und Juckreiz. Betroffen sind vor allem Kinder.  |  BVZ

Die Qualität im Rauchwarter Badesee ist grundsätzlich sehr gut. Einen solchen naturbelassenen Lebensraum kann sich der Mensch mit entsprechenden Vorkehrungen gut mit anderen Lebewesen teilen. In der Vorwoche sorgte allerdings ein Facebook-Aufruf einer jungen Mutter für viel Wirbel unter den Badegästen und einen Shitstorm auf Facebook.

Einige Eltern waren nach dem Schwimmen im See mit juckender und geröteter Haut ihrer Kinder konfrontiert. Diese Ausschläge wurden durch Zerkarien hervorgerufen, Larven von Saugwürmern, die sich manchmal versehentlich in die oberflächliche Haut von Menschen einbohren und dabei Rötungen entstehen lassen. „Zerkarien sind ärgerlich, aber nicht gefährlich“, erklärt Bürgermeisterin Michaela Raber nach Rücksprache mit dem zuständigen Kreisarzt. „Die Bisse verschwinden nach wenigen Tagen wieder, ähnlich wie bei Gelsenstichen.“

Enten-Ausscheidungen als Auslöser

Die Zerkarien dürften aus den Ausscheidungen von Enten stammen, die sich auf dem Wasser des Naturbadesees aufhalten. Hohe Luft- und Wassertemperaturen begünstigen die Ausbreitung. Deshalb werden die Badegäste mittlerweile an der Kassa gewarnt. „Unsere Mitarbeiter sind dazu angehalten, die Besucher zu informieren“, so Raber Mittlerweile wurde die Wasserqualität untersucht, sie entspricht den Anforderungen, eine Gefährdung besteht nicht.

Diese „Badedermatitis“, die einem Mückenstich ähnle, sei unangenehm und lästig, aber harmlos. Ein Badeverbot muss nicht erlassen werden, denn schon im etwas tieferen, kühleren Wasser bestehe keinerlei Gefahr eines Befalls mehr.

„Die ärztliche Empfehlung ist, nach dem Baden gleich zu duschen, sich gut abzutrocknen und umgehend wieder den Sonnenschutz auf die Haut aufzutragen“, erklärt Raber.