Erstellt am 10. November 2010, 00:00

Riesen-Apfel wird abgespeckt. APFELPROJEKT / Bürgermeister Hoanzl stellt das geplante Tourismusprojekt in Frage. Erst wenn eine Absage des Riesenprojekts erfolgt, wird eine kleinere Variante gestartet.

VON SARAH WAGNER

KUKMIRN / Das Riesen-Apfel-Projekt der Großgemeinde Kukmirn scheint dahin zu sein. Die Förderzusage ist bislang ausgeblieben. „Das Projekt kostet rund 700.000 Euro, für eine Förderung müsste es bis 2013 fertiggestellt sein. Das ist unmöglich“, erklärt Bürgermeister Franz Hoanzl und gibt sich enttäuscht: „Vor der Wahl ist viel besprochen worden, nicht nur bei uns, aber danach ist nichts passiert.“ Aber der Ortschef ist nach wie vor optimistisch und hat eine Alternative parat: „Die aktuelle Situation ist, dass man wahrscheinlich aus dem Großprojekt aussteigen muss. Eine abgespeckte Version ist bereits in Planung.“ Es handelt sich um den sogenannten Wanderweg „Wandern im Apfelparadies“.

Wandern im Apfelparadies,  statt Arbeiten im Riesenapfel

Das Wander-Projekt soll heuer noch in Angriff genommen werden. Aber um wiederum Förderungen für das kleinere Projekt zu lukrieren, muss man sich vom Großprojekt verabschieden. „Es handelt sich um ein Wandernetzwerk, in dem die Gemeinden Kukmirn, Gerersdorf, Eltendorf, Zahling und Deutsch Kaltenbrunn und ihre Attraktionen einbezogen werden sollen.“

Gerersdorf will mit seinen strohgedeckten Kellern aufzeigen und Eltendorf/Zahling mit dem Uhudlerviertel. Deutsch Kaltenbrunn möchte den Besuchern seine Streuobstbäume näherbringen. In Kukmirn sollen die Gastronomie und die Direktvermarkter in das Wandernetzwerk eingebunden werden. „Im Wandernetzwerk soll das Großprojekt sozusagen in einer abgespeckten Form realisiert werden. Den großen Apfel und alles, was in und rund um ihn geplant war, wird es wahrscheinlich nicht geben“, führt Hoanzl aus. Im Detail wollte er die Pläne der Großgemeinde aber noch nicht bekannt geben. Im Riesen-Apfel wurde sogar an die Einrichtung eines Schnapsoleums, eines Architekturbüro oder vielleicht sogar an ein Gemeindeamt gedacht.