Erstellt am 08. Juni 2011, 00:00

,Roter Bus‘ steht seit halbem Jahr. VERKEHR / Trotz Gesprächen zwischen Landeshauptmann Hans Niessl und Stellvertreter Franz Steindl gibt es noch immer keine Lösung für 110.000 Euro-Forderung.

VON SARAH WAGNER

REGION / Wie die BVZ berichtete, soll es zwischen Landeshauptmann Hans Niessl und seinen Stellvertreter Franz Steindl Gespräche über eine Alternative zum „Roten Bus“ gegeben haben. Aus dem Büro von Landeschef Niessl wird das auch bestätigt. „Derzeit laufen die Gespräche noch. Man bespricht, was man machen könnte und versucht eine Lösung zu finden“, war aus dem Büro von Landeshauptmann Niessl zu hören. „Der Status ist der Gleiche wie vor zwei Wochen“, fügte die Pressesprecherin hinzu. Fakt ist, dass der „Rote Bus“ am 30. November 2010 eingestellt wurde. Nun warten die Menschen im Unteren Pinka- und Stremtal seit nunmehr sechs Monaten auf eine Alternative und wie lange der Stillstand noch andauern soll, ist unklar.

Seit sechs Monaten warten  Bürger auf „Roten Bus“

Wann eine Lösung gefunden sein soll, darauf weiß man im Land keine Antwort. „Wie lange es noch dauern wird, bis eine Lösung gefunden ist, hängt vom Landeshauptmann ab“, betont man im Büro Franz Steindl. „Es gibt noch nichts Neues. An einem Alternativangebot wird gearbeitet. Der Wille ist da“, war von der Pressesprecherin Steindls zu erfahren.

Landesrätin Verena Dunst will zur Causa „Roter Bus“ gar keine Stellungsnahme mehr abgeben.

Die Verantwortlichen des Gemeindeverbandes Personennahverkehr Unteres Pinka- und Stremtal wurden zu den Gesprächen nicht eingeladen, wissen aber Bescheid. Obmann Peter Vadasz zu den Forderungen des Verbandes an das Land: „Der Verband kann durch die Mitgliedergemeinden jährlich 115.000 Euro aufbringen. Von Niessl und Steindl fordern wir jeweils 55.000 Euro. Steindl hat uns seinen Beitrag bereits zugesagt. Nun hoffen wir auch auf die Zusage Niessls.“ Weiters fügt er hinzu: „Wir werden in punkto öffentlicher Verkehr wie Stiefkinder behandelt. Unser Verkehrsverband bringt mehr Geld auf als jeder andere im Burgenland.“

Seitens des Verbandes wurde ein neues Model vorgeschlagen, das so aussehen soll: Zwei-Stunden-Takt von Güssing über das Untere Pinkatal bis nach Oberwart.