Erstellt am 04. Mai 2011, 00:00

Roter Bus: Gehalt wurde nicht ausgewiesen. VORWÜRFE / Noch läuft die Prüfung des Roten Bus durch die Gemeindeabteilung, Winkler weist Kritik vehement zurück.

Wie es mit dem Roten Bus weitergeht, ist nach wie vor ungewiss. Gegen den ehemaligen Geschäftsführer Karl-Heinz Winkler (kleines Bild) werden Vorwürfe erhoben, die er aber zurück weist.ARCHIV  |  NOEN
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BEZIRK GÜSSING / Auch wenn es rund um die geplante Alternativlösung für den Roten Bus leise geworden ist, gibt es weiter Aufregung – wenn auch (noch) nicht offiziell. Karl-Heinz Winkler, ehemaliger Geschäftsführer vom „Personennahverkehr Unteres Pinka- und Stremtal“ wird hinter vorgehaltener Hand vorgeworfen, nach wie vor ein Gehalt von 1.000 Euro brutto monatlich zu kassieren.

Winkler nimmt dazu Stellung und dementiert vehement: „Meine letzte Honorarnote habe ich für Dezember gestellt, solange der Rote Bus noch gefahren ist.“ Auch seitens des Verbandes wird bestätigt, dass nach der Einstellung des Busses keine Zahlungen mehr an Winkler geflossen sind. Den Vorwurf, dass Winkler von der Firma Südburg ein Gehalt bekommen haben soll und diese Kosten von der Südburg an den Gemeindeverband weiter verrechnet wurden, bestreitet Winkler nicht, denn: „Das ist korrekt, das wurde so vereinbart. Es gibt eine genaue Abrechnung, die dem Land vorliegt.“ Die Unterstellung, dass die Abrechnungen der Firma Südburg sehr pauschal gehalten sein sollen, erklärt der Vorarlberger so: „Wir haben eine Pauschale vereinbart, dass das Unternehmen Südburg alle Verwaltungskosten übernimmt und in diesen war auch mein Gehalt enthalten.“ Südburg-Direktor Heinz-Peter Krammer verweist auf den Gemeindeverband: „Wir waren nur Auftragnehmer, die Vereinbarungen wurden mit dem Verband getroffen. Ich weiß nicht, wie das mit dem Verband ausgemacht wurde. Winkler hat direkt von uns nichts bekommen.“ Über die Höhe der Verwaltungskosten macht Winkler kein Geheimnis: „Rund 2.000 Euro im Monat, das waren mein Gehalt und Verwaltungskosten wie Telefon und das Drucken der Fahrpläne und ähnliches. Das wurde in einer Verhandlungsrunde so ausgemacht.“ Winkler meint außerdem: „Es gibt Verträge, wo das Land mitunterschrieben hat.“

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Geschäftsführer erhielt  1.000 Euro brutto monatlich

Auch über die Höhe seines Gehalts gibt Winkler Auskunft: „Ich habe für meine Tätigkeit als Geschäftsführer 1.000 Euro brutto monatlich erhalten, für einen Selbstständigen sind das nur rund 400 Euro netto“, ärgert sich der Unternehmer aus Vorarlberg und fügt hinzu: „Nichts als Ärger.“

Der ehemalige Geschäftsführer wehrt sich vehement gegen die Anschuldigungen: „Wenn ich unbegründet beschuldigt werde, bin auch bereit gegen jemanden amtlich vorzugehen.“ Auch für Obmann Peter Vadasz (ÖVP) sind die Vorwürfe nicht nachvollziehbar: „So lange Winkler als Geschäftsführer tätig war, hat er natürlich auch Geld dafür bekommen.“ Den Aufgabenbereich Winklers beschreibt Vadasz folgendermaßen: „Er hat sich um die Fahrpläne gekümmert, hat um Förderungen angesucht, er hat den gesamten Betrieb gemanagt.“

Der Verband wird derzeit von der Gemeindeabteilung geprüft, am 6. April waren Beamte vor Ort. Ergebnisse gibt es noch keine, die zuständige Sachbearbeiterin meinte gegenüber der BVZ: „Laufende Verfahren werden nicht kommentiert.“ Ob es eine Folgelösung zum Roten Bus geben wird, steht derzeit noch in den Sternen. „Solange es kein Ergebnis der Prüfung gibt, können wir gar nichts tun“, so Vadasz.