Erstellt am 10. Februar 2016, 05:18

von Carina Ganster

Rückstände im Wasserverband. Vier Gemeinden und ein Unternehmen haben gemeinsam Rückstände in der Höhe von rund 600.000 Euro. Olbendorf mit Verband vor Schiedsgericht.

 |  NOEN, Bilderbox.com/Erwin Wodicka
Genau 585.552,09 Euro fehlen dem Wasserverband Unteres Lafnitztal in seiner Gebarung. Vier Gemeinden und ein Unternehmen teilen sich die offenen Rückstände, die sich seit 2012 aufgebaut haben.

„Werden Zahlungsplan auch einhalten“

Die größten Rückstände muss die Gemeinde Rudersdorf verbuchen, die offenen Forderungen wurden jetzt mittels Rückstandsausweis fällig gestellt.

Das bestätigt auch Bürgermeister Franz E. Tauss, der darauf pocht, dass die Gemeinde die Summe von rund 300.000 Euro im heurigen Jahr begleichen wird. „Wir haben einen Zahlungsplan und werden den ihn auch einhalten“, so der Ortschef.

Die Rückstände hätten laut Tauss bereits im vergangenen Jahr beglichen werden sollen, eine geplatzte Einnahme hat die Zahlung dann aber auf das heurige Jahr verzögert.

„Über Grenze hinaus ist Gemeinde zuständig“

Ganz anders ist die Situation in der Gemeinde Olbendorf, die mit dem Wasserverband vor einem Schiedsgericht verhandelt.

Der Grund für die Rückstände in der Höhe von rund 170.000 Euro und dem damit zusammenhängenden Streit ist ein über Monate unbemerkter Wasserrohrbruch im Jahr 2013, bei dem 80.000 Kubikmeter Wasser versickert sind. Gemeinde und Verband können sich jetzt nicht darauf einigen, wer die Kosten begleicht.

Während sich Olbendorfs Ortschef Wolfgang Sodl auf die „Warnungshinweispflicht“ des Wasserverbandes beruft, argumentiert der Wasserverband damit, dass er nur als Zulieferer auftritt. „Der Verband liefert bis zur Grenze, darüber hinaus ist die Gemeinde zuständig“, argumentiert Kazinota, der weitere Verhandlungen abwarten will.