Erstellt am 05. Oktober 2011, 00:00

S7 auf der Zielgeraden. VERKEHR / Mit dem positiv ausgestellten UVP-Bescheid ist eine wichtige Hürde für den Bau genommen. Gegner zweifeln weiter.

Das UVP-Verfahren für den Abschnitt West der Fürstenfelder Schnellstraße S7, von Riegersdorf bis nach Dobersdorf, ist positiv abgeschlossen. Die Baukosten für den Abschnitt West betragen 430 Millionen Euro. Der Abschnitt Ost, für den das UVP-Verfahren noch läuft, soll 130 Millionen Euro kosten. ZVG/ASFINAG  |  ASFINAG, zVg
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VON CARINA GANSTER

REGION / Lange mussten Befürworter, Gegner, Politiker und die ASFINAG auf den Bescheid der Umweltverträglichkeitsprüfung für den Abschnitt West (Riegersdorf - Dobersdorf) der S7 warten. Am Montag langte das Schriftstück im Büro von Straßenbaulandesrat Helmut Bieler ein. Der Bescheid fällt wenig überraschend positiv aus.

„Die S7 ist ein absolut notwendiges Projekt für die positive Weiterentwicklung der Region und die Entlastung der verkehrsgeplagten Anrainer. Der Bau trägt zu einer Verbesserung der Lebensqualität bei“, erklärt Landesrat Helmut Bieler (SPÖ). Selbst die Gegner haben sich nichts anderes erwartet: „Da das Ministerium die Prüfung ihres eigenen Projektes in Auftrag gegeben hat, war der positive Bescheid nicht verwunderlich“, meint die Grüne Nationalratsabgeordnete Christiane Brunner.

Während SPÖ und ÖVP über die Entscheidung und den damit in Zusammenhang stehenden Baubeginn im Frühjahr 2012 jubeln, denken die Gegner über weitere Berufungsmöglichkeiten und Verzögerungstaktiken nach. Da die Berufung beim Umweltsenat nicht möglich ist, stützen sich die Gegner nun auf die noch ausstehenden Wasserrechts- und Naturschutzverfahren. „Für die endgültige Genehmigung müssen nämlich auch diese beiden Verfahren positiv ausfallen. Zudem werden wir durch die EU prüfen lassen, ob es rechtsgültig ist, den Umweltsenat nicht anzurufen zu dürfen“, so Brunner.

Auf den erwarteten wirtschaftlichen Impuls für die Region stützt sich die ÖVP. „Wir haben immer auf den Bau der S7 gedrängt und uns dafür stark gemacht. Ein großer Erfolg und eine spürbare Entlastung der vom Verkehr geplagten Bevölkerung“, freuen sich die Landtagsabgeordneten Helmut Sampt und Thomas Steiner.

Die Baukosten für den Abschnitt West betragen rund 430 Millionen Euro. Der Abschnitt Ost (Dobersdorf - Staatsgrenze), für den das UVP-Verfahren noch läuft, soll 130 Millionen Euro kosten.

„Die Freude bei uns ist sehr groß. Gott sei Dank ist dieses Verfahren positiv abgeschlossen und es gibt grünes Licht für den Bau.“

Bürgermeister Franz E. Tauss (ÖVP), Rudersdorf

„Ein komplexes Thema, das seinen Abschluss gefunden hat. Mittlerweile befürworten wir den Bau.“

Bürgermeister Erwin Hafner (SPÖ), Dt. Kaltenbrunn

„Ich hoffe, dass schnell mit Ausschreibungen und dem Bau begonnen wird. Jetzt muss auch das UVP-Verfahren für den Abschnitt Ost schnell fertig sein.“

Bürgermeister Anton Györy, (ÖVP) Heiligenkreuz

„Von meiner Seite ist es in Ordnung. Am meisten freuen sich sicherlich die Pendler, wenn die Straße fertig ist.“

Bürgermeister Alexander Wiesner, (ÖVP) Eltendorf

„Für uns ist es positiv, denn die Region wird entlastet, einem LKW-Fahrverbot auf der L 116 sollte nichts im Wege stehen und die Gemeinden sind besser angebunden. Jetzt muss nur noch der Bau schnell starten.“

Bürgermeister Josef Korpitsch (ÖVP), Mogersdorf

„Gewinner dieser positiven Weichenstellung sind die Menschen der betroffenen Gemeinden. Ein wichtiger Beitrag für mehr Lebensqualität.“

Ewald Schnecker (SPÖ), Landtagsabgeordneter

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