Erstellt am 10. November 2010, 00:00

S7: Einigung für Projekt erzielt. SCHNELLSTRASSE / Land und Bund präsentierten eine Einigung zum Ausbau des hochrangigen Straßennetzes. Baustart für das 500 Millionen Euro-Projekt S7 ist 2011.

Asfinag Vorstand Alois Schedl, Landtagsabgeordneter Ewald Schnecker, Infrastrukturministerin Doris Bures, Landeshauptmann Hans Niessl und Landesrat Helmut Bieler.BVZ  |  NOEN
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VON CARINA GANSTER

REGION / Geplant und verhandelt wird bereits seit Monaten, doch vertraglich fixiert wurde bislang noch nicht, welche Straßenbauprojekte im Burgenland umgesetzt werden. Vergangenen Mittwoch jedoch fiel die viel umstrittene Entscheidung.

„Die Fürstenfelder Schnellstraße S7 ist eine hoch priorisierte Straße“, betont Infrastrukturministerin Doris Bures. Damit scheint die Umsetzung des Projektes fix, denn die Asfinag evaluierte im Auftrag des Bundes alle Straßenbauprojekte auf ihre Wirtschaftlichkeit.

Der erste Bauabschnitt der Schnellstraße durch das Lafnitztal soll 2011 starten. Der zweite, großteils im Burgenland verlaufende, Abschnitt bis zur Staatsgrenze wird voraussichtlich 2014 in Angriff genommen. Für die S7 sind insgesamt rund 549 Millionen Euro (18,93 Millionen Euro pro Kilometer) veranschlagt. Was den ersten Teil – von der A 2 Höhe Riegersdorf bis Dobersdorf – betrifft, „läuft alles nach Plan“, betont Asfinag Vorstand Alois Schedl bei der Pressekonferenz.

Grünen und Bürgerinitiative  üben weiterhin Kritik

Bei Grünen-Landessprecher Michel Reimon stößt die Entscheidung bezüglich der Prioritätenverteilung auf Unverständnis. „Es ist unerfreulich, dass beim Ausbau der S7 noch kein Umdenken eingesetzt hat. Hier wird weiterhin eine Transitroute geplant, die zurecht auf Ablehnung bei der Bevölkerung stößt. Wir Grünen werden diesen Widerstand weiterhin unterstützen. Wir sind zuversichtlich, die S7 ebenso zu Fall zu bringen wie den Südausbau der S31.“

Trotz der hochrangigen Beurteilung der S7 und der damit zusammenhängenden Umsetzung hoffen Grüne und Bürgerinitiative weiterhin, den Baubeginn hinauszögern zu können. Dabei könnte ihnen die Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofes, künftig auch eine zweite Instanz bei Straßenprojekten anzubieten, helfen (die BVZ berichtete). „Obwohl die Beschäftigungswirkung des Autobahnbaus weit unter jener für den öffentlichen Nahverkehr liegt, wollen Doris Bures und Hans Niessl viel Geld, das nicht vorhanden ist, in einer Todeszone genannt ’Fürstenfelder Schnellstraße S7‘ durch das Feistritz- und Lafnitztal zwischen Riegersdorf und Heiligenkreuz versenken“, meint Johann Rauniker von der Bürgerinitiative.

Bieler: „Errichtung der S7  bringt Verkehrsentlastung“

Wesentliches Ziel der Errichtung der S7 Fürstenfelder Schnellstraße ist neben der Attraktivierung des Wirtschaftsstandortes die Entlastung der Orte entlang der bestehenden Bundesstraße B65/B319. „Die Verlagerung des bestehenden hohen Verkehrsaufkommens auf die S7 wird zur erheblichen Verbesserung der Lebensqualität entlang der Ortsdurchfahrten beitragen“, meint Straßenbaulandesrat Helmut Bieler.