Erstellt am 10. April 2013, 00:00

Schnelle Hilfe für Opfer. Hangrutschungen / Land und Bund sagen finanzielle Hilfe für Gemeinden zu. Neuhaus und Landestraße Richtung Grieselstein schwer betroffen. Auch in Mogersdorf nehmen die Schäden zu.

Hang rutscht. Auch in Mogersdorf bewegt sich die Erde seit dem Wochenende. Ein 100 Meter langes Straßenstück ist betroffen. Bürgermeister Josef Korpitsch beim Lokalaugenschein mit Bewohnern.Decker  |  NOEN, Decker
Von Carina Ganster

BEZIRK / Während in Neuhaus am Klausenbach seit Sonntag die Erde zur Ruhe zu kommen scheint, spitzt sich die Lage in Mogersdorf und auf einer Landesstraße zwischen Jennersdorf und Grieselstein weiter zu. Geologen und Gutachter arbeiten rund um die Uhr im Bezirk, um die Schäden zu erheben und so schnell als möglich reagieren zu können. Prekär ist die Situation vor allem auf L 423 zwischen Jennersdorf und Grieselstein. Eine Fahrbahnhälfte wurde vor zwei Wochen bereits gesperrt. Nun musste die Wasserleitung an die Oberfläche verlegt werden, da sie zu platzen drohte. 30.000 Kubikmeter Wasser fließen ständig in der Leitung. Die Problematik kennt Bürgermeister Willi Thomas nicht erst seit zwei Wochen: „Diese Straße ist seit drei Jahren in Bewegung. Bereits damals wurde ein geologisches Gutachten in Auftrag gegeben, das wir bis heute nicht erhalten haben. Erst waren 45 Meter betroffen, nun sind es schon 100 Meter. Die Fahrbahnen sind durch einen Höhenunterschied von bis zu 50 Zentimetern voneinander getrennt“, erklärt der Ortschef.

Mit der Sanierung des Straßenstücks soll in drei Wochen begonnen werden. Bis dahin ist die Straße nur beschränkt befahrbar. Busse und Lkw müssen ausweichen. „Die Sanierung wird um die 350.000 Euro kosten. Die Schäden sind enorm“, sagt der Leiter des Betriebsdienstleistungszentrums Süd, Erwin Pausz.

Mogersdorf: Leitung von Hauptkanal betroffen 

Auch in Mogersdorf hat sich die Lage zugespitzt. Am Pfeifferberg ist eine große Hangrutschung aufgetreten. „Rund 100 Meter sind betroffen. Die Straße ist halbseitig gesperrt. Problem ist, dass eine Hauptkanalleitung nah an der Rutschung liegt. Auch Häuser stehen in unmittelbarer Nähe“, berichtet Bürgermeister Josef Korpitsch. Sachverständiger und Geologen waren gestern, Dienstag (nach Redaktionsschluss), in Mogersdorf im Einsatz, um die Sachlage zu bewerten.

Wie hoch die Schadenssumme in Neuhaus am Klausenbach, der am schlimmsten betroffenen Gemeinde ist, bleibt weiterhin unklar. Bund und Land haben finanzielle Unterstützung zugesagt. Sehr zur Erleichterung von Bürgermeister Helmut Sampt: „Die Lage ist stabil. Jenes Ehepaar, das sein Haus aufgrund der Hangrutschung verlassen musste, darf noch immer nicht zurück. Geologen sind derzeit dabei, ein Sanierungskonzept auszuarbeiten. Uns ist vor allem damit geholfen, dass Bund und Land Förderungen zugesagt haben. Alleine hätte die Gemeinde diese Kosten nicht tragen können.“