Erstellt am 24. Oktober 2012, 00:00

Schnellstraßen-Bau verzögert sich weiter. S7 / Weil es Einwände beim wasserrechtlichen Verfahren gab, ist der Baustart von Herbst 2012 auf Mitte 2013 verlegt worden.

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Von Carina Ganster

REGION / Das Tauziehen um den Baubeginn der S 7 geht in die nächste Runde. Eigentlich sollten schon im Herbst die Bagger anrollen, jetzt stockt das Projekt erneut. Dabei wurde der positive UVP-Bescheid für den Abschnitt West vor einem Jahr ausgestellt. Der Baubeginn ist jetzt von der Asfinag auf Mitte 2013 verschoben worden. Grund dafür: „Ein Wasserrechtsverfahren ist gerade anhängig. Da es bei diesem Verfahren einige Einsprüche gegeben hat, können wir noch nicht mit dem Bau beginnen“, erklärt Asfinag-Pressesprecher Walter Moenik.

Die Einsprüche gegen die Wasserrechtsbescheide werden von der Behörde bearbeitet. Die Asfinag rechnet hier mit einer positiven Abwicklung. Intensiv wird bereits an der Umsetzung der vorgezogenen ökologischen Ausgleichsmaßnahmen gearbeitet, eine Baufeldfreigabe gemäß Naturschutzbescheid wurde zwischenzeitlich erwirkt. Die Grundeinlöse ist weitgehend abgeschlossen. Schließlich wurden auch die archäologischen Grabungen weitgehend abgeschlossen. Aktuell werden Vorarbeiten wie Rodungen zur Baufeldfreimachung eingeleitet.

Mit einem Baubeginn ist - abhängig von den Wasserrechtsverfahren - mit Mitte 2013 zu rechnen. Die Planungen für den Ostabschnitt der S 7 von Dobersdorf bis zur Staatsgrenze gehen in die nächste Phase. Das UVP-Verfahren steht vor dem Abschluss, die mündliche Verhandlung fand vergangenen Donnerstag in Rudersdorf statt. Das Projekt und die Umweltverträglichkeitserklärung für den Abschnitt Ost wurden bereits 2009 im Bundesministerium zur Durchführung der Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) eingereicht.

„Mit dem Abschluss der mündlichen Verhandlung wurde ein Meilenstein im Zuge der Planungen erreicht. Einen positiven UVP-Bescheid erwarten wir in der Jahreshälfte 2013. Parallel dazu sind die wasser- und naturschutzrechtlichen Bewilligungen zu erwirken sowie die archäologischen Grabungen abzuschließen. Der eigentliche Baubeginn ist für 2014 geplant,“ sagt Alexander Walcher, Geschäftsführer der Asfinag.

Die S7 soll in zwei Abschnitten gebaut werden. Das UVP-Verfahren für den Abschnitt Ost, von Dobersdorf bis an die Staatsgrenze, ist noch nicht abgeschlosssen.