Erstellt am 23. Mai 2012, 00:00

Schüsse verletzten Kater Mia am Rücken schwer. TIERQUÄLER /  Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.Tierschutzverein setzt 1.000 Euro für sachdingliche Hinweise aus.

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VON CARINA GANSTER

JENNERSDORF / Kater „Mia II“ lässt sich gezeichnet von einem Schussattentat zu Muttertag (13. Mai) sanft streicheln und beginnt sogar zu schnurren. „Unfassbar und gemein, wie jemand auf ein friedliches Tier schießen kann“, ist der Besitzer Daniel Neuherz bestürzt. Aber es war nicht das erste Schussattentat auf den rund sieben Kilo schweren Kater. Schon im März wurde „Mia II“ an den hinteren Extremitäten von einem Schuss schwer getroffen und musste von Tierärztin Michaela Labitsch notoperiert werden. „Es ist noch nicht ganz sicher, ob wir den Schwanz, der beim zweiten Schussattentat verletzt wurde, amputieren müssen. Derzeit schaut es aber zum Glück ganz gut aus, dass wir den Schwanz erhalten können. Wenn sich die Wunde aber entzündet wäre es nicht gut, aber soweit wollen wir jetzt erst einmal noch nicht denken“, erläutert Labitsch. Tatort und Tatzeit lassen sich nicht genau eingrenzen, aber „es muss immer tagsüber passiert sein, denn in der Nacht ist der Kater immer im Haus“, stellt Neubauer klar. „Man kann den Kater auch nicht mit einem Streuner verwechseln, denn er ist sehr gepflegt und fast sieben Kilo schwer“, so der Besitzer. Auch die Tatwaffe konnte nicht bestimmt werden. Nach Gesprächen mit der Jägerschaft liege die Vermutung nahe, dass es sich bei der Tatwaffe um ein Luftdruckgewehr handeln dürfte. „Auch weil nie jemand den Schuss gehört hat und Schrot würde viel mehr streuen“, meint die Tierärztin Michaela Labitsch.

Schuss muss mitten im  Stadtzentrum gefallen sein

Besonders beängstigend ist auch die Tatsache, dass die Familie mitten im Stadtzentrum von Jennersdorf wohnt. „Wir wohnen direkt am Hauptplatz, nicht unweit von der Bezirkshauptmannschaft und der Kirche, dort sind auch der Kindergarten und die Volksschule in der Nähe untergebracht. Es geht auch um die Sicherheit der Bewohner“, betont Neubauer, der gemeinsam mit seiner Freundin Christina Wippel auch Anzeige bei der Polizei erstattet hat.

Bereits im Dezember  passierte ähnlicher Vorfall

 

Aber nicht nur der Kater von Daniel Neuherz und Christina Wippel wurde angeschossen. Bereits im Dezember des vergangenen Jahres wurde auch auf die Katze „Mia I“ von Neuherz‘ Mutter geschossen. Auch sie erstattete Anzeige bei der Polizei. „Mia I“ wurde von dem Schuss an der Schulter getroffen. „Es ist schon dubios, dass es sich nur um die Katzen einer Familie handelt, denn es gibt viele Katzenhalter in der Gegend. Bislang hat aber noch keiner einen ähnlichen Vorfall gemeldet“, sagt Tierärztin Martina Labitsch. „Ich hoffe nicht, dass das aus persönlichen Gründen passiert, es gäbe auch keine Anzeichen dafür“, sorgt sich Daniel Neubauer. „Wir gehen der Sache nach und haben Ermittlungen eingeleitet. Verdächtigen haben wir aber noch keinen“, heißt es dazu von der Polizei in Jennersdorf.

Belohnung für Hinweise auf schießwütigen Tierhasser

Der österreichische Tierschutzverein bittet um Mithilfe der Bevölkerung. „Tierbesitzer haben zu Recht bereits Anzeige bei der Polizei erstattet. Wehrlosen und unschuldigen Tieren ohne Grund nach Gesundheit oder Leben zu trachten ist einfach das Letzte“, kommentiert Janina Koster vom Tierschutzverein. Konkrete Hinweise, die zur Auffindung des Tierquälers führen, werden mit 1.000 Euro belohnt. Hinweise an das Bezirkspolizeikommando Jennersdorf ( 059133/ 1210 305 oder per Mail: bpk-b-jennersdorf@polizei.gv.at