Erstellt am 04. Juli 2012, 00:00

Schule schließt für immer. SCHLIESSUNG / Am Freitag war der letzte Schultag der Volksschule Neusiedl bei Güssing. Gebäude wird abgerissen, Neubau mit betreubaren Wohnungen soll entstehen.

VON SARAH BAUMGARTNER
NEUSIEDL BEI GÜSSING / Am vergangenen Freitag verließ der letzte Schüler die Volksschule des Ortsteiles Neusiedl bei Güssing. Zu wenig Schüler waren ausschlaggebend dafür, dass die Kinder aus Neusiedl ab dem kommenden Schuljahr die Volksschule der Stammgemeinde Kukmirn besuchen werden. Die Kindergartenkinder gehen bereits in den Kindergarten in Kukmirn, die Kinderkrippe in Neusiedl bleibt weiter bestehen.

Mittels Zubringer und Linien der ÖBB-Postbus Gmbh werden die Schüler sowie auch die Kindergartenkinder von der Haltestelle beim Gasthaus Vollmann nach Kukmirn zur Volksschule gebracht. Eine neue Haltestelle vor der Kukmirner Schule wird dafür ab dem kommenden Schuljahr im Herbst neu eingerichtet. Die Direktorin Herta Krammer wird voraussichtlich in einer anderen Schule unterrichten.

Das Gebäude, in dem die Volksschule bisher untergebracht war, hatte die Gemeinde bislang von der evangelischen Tochtergemeinde Neusiedl gepachtet. Nun wird der Pachtvertrag aufgelöst. Die Idee, Wohnungen für die ältere Generation an dieser Stelle anzubieten, wurde bereits vor einiger Zeit geboren. Nun laufen die Verhandlungen dafür und erste Details wurden bekannt. Das alte Gebäude, das sanierungsbedürftig ist, soll weggerissen werden und ein Neubau entstehen. In diesem werden betreubare Wohneinheiten für die ältere Generation geschaffen werden und zwar in Zusammenarbeit mit der Diakonie Burgenland.

So wie auch in einigen anderen Gemeinden, soll die Oberwarter Siedlungsgenossenschaft die Wohnanlage errichten, die Gemeinde mietet die Wohnungen an und vermietet diese wiederum am Menschen, die dort wohnen möchten.

Insgesamt sind derzeit zehn Wohnungen in zwei Bauphasen geplant. Eine Begutachtung mit den Verantwortlichen wurde bereits durchgeführt. Der notwendige Gemeinderatsbeschluss ist aber noch ausständig. Die Wohnungen sind jedoch nicht nur für Bürger aus Neusiedl geplant, sondern für Einwohner der ganzen Region. Im Rahmen des betreubaren Wohnen werden seitens der Diakonie verschiedenste Dienstleistungen wie Fahrdienste, Zuckermessungen und vieles mehr angeboten.

Laut Ortsvorsteher Werner Kemeter ist der Bedarf an betreubaren Wohnungen vorhanden. „Die Stimmung für die Errichtung der Wohnungen ist positiv. Ich hoffe, dass in einer der nächsten Gemeinderatssitzungen der Beschluss dafür fallen wird.“