Erstellt am 27. März 2013, 00:00

Schweine als Aktienhit. Neue Wege beschreiten / Landwirte wollen Synergien durch die größer werdende Bewusstseinsbildung der Bevölkerung zur Regionalität knüpfen. Bürgerbeteiligungsmodell angedacht.

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Von Carina Ganster

ST. MARTIN AN DER RAAB / Was Norbert Hackl, Sonnenschweinebauer aus Burgau, längst in die Tat umgesetzt hat, soll auch in der Gemeinde St. Martin an der Raab bald funktionieren.

Der Landwirt informierte im Gasthaus Pilz die Gemeindebauern über ein sogenanntes Bürgerbeteiligungsmodell, bei dem Bürger Genussgutscheine im Wert von je 1.000 Euro kaufen, die Rückzahlung erfolgt bis auf 10 Jahre in Form von Naturalien-Gutscheinen im Wert von 130 Euro. „Die Intention der Bauern ist, mit fairem Einkommen gut leben zu können und ihre Bauernhöfe weiter auszubauen“, erklärt Ernst Mayer, von der Liste Zukunft St. Martin, der Hackl zum Vortrag eingeladen hat. Vor allem die immer größere Bewusstseinsbildung der Bevölkerung zur Regionalität hat die Bauern aus St. Martin an der Raab auf die Idee gebracht, einen neuen Weg in der Landwirtschaft zu beschreiten.

„Das war quasi der Auftakt dazu“, meint Mayer. Wie weit verschiedene Projekte, die den Bauern im Sinn schweben, umgesetzt werden, wagt sich Mayer nicht zu sagen. „Wir haben einige Rinderbauern und Schweinebauern in der Gemeinde. Die Vorhaben derer gehen eben in die Richtung des Bürgerbeteiligungsmodells. Zwischen Ideal und Umsetzung ist aber ein großer Schritt“, erklärt Mayer. Norbert Hackl beschreitet mit den Bürgerbeteiligungsprojekten, Selbstvermarktung und Regionalität neue Wege, welche auch für unsere Bewohner, Landwirte und Unternehmer interessante Aspekte bieten können. Er führt zusammen mit Küchenmeister Franz Wirth den Biobauernhof „Labonca“ in Burgau. Das nächste Projekt von Norbert Hackl ist die Errichtung eines Weideschlachthauses.